Die dezentrale Krypto-Börse Uniswap hat eine wichtige Neuerung eingeführt. Seit dem 22. Oktober können Nutzer über sogenannte Aggregator Hooks auch auf die Liquidität konkurrierender Handelsplattformen zugreifen. Zum Start sind sieben externe Quellen auf Ethereum, Base und Robinhood Chain eingebunden, die mehr als 90 Prozent der DEX-Aktivität auf diesen Netzwerken abdecken. Davon könnte auch die Kryptowährung UNI profitieren, denn bei den zusätzlichen Transaktionen fallen Protokollgebühren an, die zur Verbrennung von Token beitragen und damit das verfügbare Angebot verringern können.
Am Markt zeigt sich bislang allerdings nur eine vorsichtige Erholung. Zwar legt der UNI-Kurs heute um knapp fünf Prozent auf etwa sieben US-Dollar zu, auf Monatssicht steht jedoch weiterhin ein Verlust von rund 27 Prozent. Diese Kursmarken gilt es jetzt zu überwinden, um einen neuen Anstieg einzuleiten.
UNI in der technischen Analyse
In den vergangenen 12 bis 24 Stunden schwankte der UNI-Kurs zwischen einem Tief von 6,780 US-Dollar und einem Hoch von 7,117 US-Dollar. Aktuell schließt Uniswap bei 7,048 US-Dollar und damit rund 1,81 Prozent über dem Schlusskurs des Vortags von 6,923 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 4,38 Milliarden US-Dollar.
Der UNI-Kurs notiert über dem EMA-20 bei 6,95 US-Dollar und bildet seit dem Tief am 24. Oktober eine Abfolge höherer Hochs und höherer Tiefs. Nach unten wird der Kurs zunächst durch die Fibonacci-Marke bei 7,00 US-Dollar gestützt, darunter folgt das untere Bollinger-Band bei 6,60 US-Dollar. Nach oben warten die nächsten Widerstände bei 7,12 US-Dollar und rund 7,33 US-Dollar. Solange Uniswap über dem EMA-20 bleibt, ist die kurzfristige Lage leicht bullisch.
Der RSI (14) liegt bei rund 53 Punkten und deutet damit auf einen leichten Überhang des Kaufdrucks hin. Zudem zeigt das Histogramm in den vergangenen beiden 4-Stunden-Kerzen, dass sich die Aufwärtsdynamik leicht beschleunigt.
Die Bollinger-Bänder liegen rund 0,63 US-Dollar auseinander, was auf moderate Kursschwankungen hindeutet. Nach den Verlusten der vergangenen Wochen befindet sich der Markt in einer Stabilisierungsphase, das Risiko ist aus technischer Sicht als moderat einzustufen.
Kurzfristige UNI-Kursprognose
Kurzfristig ist die Prognose für Uniswap neutral bis leicht bullisch. Solange der Kurs die Marke von 7,00 US-Dollar verteidigt, spricht die technische Ausgangslage für behutsamen Aufwärtsspielraum. Unterstützung finden Anleger bei 7,00 US-Dollar an der Fibonacci-Marke und darunter bei 6,60 US-Dollar am unteren Bollinger-Band, Widerstände liegen bei 7,12 und 7,79 US-Dollar. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über 7,12 US-Dollar bei steigendem Volumen, wäre das bullische Szenario bestätigt. Fällt der Kurs dagegen unter 6,60 US-Dollar, steigt das Risiko weiterer Abgaben. Insgesamt bleibt das Chance-Risiko-Verhältnis kurzfristig ausgewogen, wobei die genannten Marken als klare Orientierungspunkte für Ein- und Ausstiege dienen.
Neutrales Szenario
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent bleibt eine Seitwärtsbewegung zwischen rund 6,60 und 7,30 US-Dollar das wahrscheinlichste Szenario für Uniswap. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Kurs oberhalb des EMA-20 bei rund 6,95 US-Dollar hält. Ein RSI zwischen 45 und 55 sowie eng verlaufende Bollinger-Bänder stützen derzeit das Bild einer anhaltenden Konsolidierung. Als Unterstützung dient die Fibonacci-Marke bei 7,00 US-Dollar, darunter bildet das untere Bollinger-Band bei 6,60 US-Dollar die Untergrenze. Steigt der Kurs hingegen nachhaltig über 7,50 US-Dollar, wäre das Seitwärtsszenario hinfällig.
Bullisches Szenario
Das bullische Szenario erhält eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent und setzt einen Ausbruch über das Tageshoch bei 7,12 US-Dollar voraus. Gelingt UNI dieser Schritt bei erhöhtem Handelsvolumen und steigt der RSI gleichzeitig über 55, wäre der Weg in Richtung des Fibonacci-Ziels bei 7,79 US-Dollar frei. Zusätzlich sollten die Schlusskurse weiterhin über dem EMA-20 bei rund 6,95 US-Dollar liegen. Fällt der Kurs dagegen unter 6,90 US-Dollar, wäre das bullische Szenario vorerst vom Tisch.
Bärisches Sezenario
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent bleibt eine stärkere Korrektur derzeit das am wenigsten wahrscheinliche Szenario. Kritisch würde es, wenn Uniswap auf Tagesbasis unter das untere Bollinger-Band bei 6,60 US-Dollar fällt und der RSI unter 45 rutscht. Steigt dabei zusätzlich das Volumen bei Abgaben, könnte sich der Verkaufsdruck verstärken und den Kurs zunächst in Richtung des letzten Tiefs bei rund 6,52 US-Dollar und anschließend bis auf 6,10 US-Dollar drücken. Ein Anstieg über 7,20 US-Dollar würde das bärische Szenario dagegen entkräften.
Disclaimer: Die charttechnischen Informationen wurden mit Hilfe von Softwaretools und KI-Systemen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.

