Die Stimmung unter den Ripple-Investoren hat sich in den vergangenen Tagen deutlich eingetrübt. Nachdem der XRP-Kurs im Zuge eines marktweiten Rücksetzers um zeitweise zehn Prozent nachgab und in den Bereich von 1,15 US-Dollar rutschte, dominieren in den sozialen Medien Frust und Kapitulation. Dieser kollektive Pessimismus ruft jetzt erste Analysten den Plan, die den Stimmungseinbruch als antizyklisches Wendesignal einstufen. Historisch neigen Krypto-Märkte dazu, gegensätzlich zur breiten Masse zu reagieren, wenn die Verzweiflung bei Kleinanlegern ein extremes Niveau erreicht.
So verweist der Krypto-Experte Ali Martinez in einem neuen X-Post auf die Diskrepanz zwischen der schwachen Marktstimmung und der technischen Verfassung des Ripple-Coins: “Die Masse wird zunehmend bärisch für XRP, wobei die soziale Stimmung auf den tiefsten Stand seit Juli gefallen ist”. Aus einer antizyklischen Perspektive heraus könne diese Entwicklung konstruktiv wirken, denn auf dem Tageschart zeichne sich bereits eine klassische Bodenbildungsformation ab, die auf eine baldige Erschöpfung des Verkaufsdrucks hindeuten würde.
Ex-Ripple-CTO zieht Konsequenzen wegen Nutzerspam
“XRP scheint einen potenziellen inversen Schulter-Kopf-Schulter-Boden auszubilden, doch die breitere Marktstimmung deutet darauf hin, dass die Masse dieses Setup noch gar nicht erkannt hat”, ergänzte Martinez. Er sieht daher nun Spielraum für Aufwärtsbewegungen beim Ripple-Coin, solange institutionelle Akteure noch nicht eingestiegen sind. Mit anderen Worten sei “der bullishe Trade möglicherweise noch nicht überlaufen.”
Die gereizte Stimmung im Umfeld des Projekts schlägt sich derweil auch im direkten Austausch mit Führungskräften nieder. David Schwartz, ehemaliger Technikchef von Ripple, musste daher öffentlich eine klare Grenze ziehen. Zuvor gab es eine Flut an Vorwürfen und persönlichen Beleidigungen von Anlegern, die unter seinen Wortmeldungen zu völlig themenfremden Inhalten auftauchten.
Um seine Diskussionspartner vor Belästigungen zu schützen, blockiert Schwartz nun konsequent Nutzer, die seine Beiträge spammen. Fundierte Kritik sei aber weiterhin willkommen, solange sie sachlich formuliert und an relevanter Stelle vorgebracht werde.

