Render scheint den Abwärtstrend vom vergangenen Jahr seit Beginn des neuen Jahres nicht nur abgebremst zu haben, der Kurs gab in den letzten zwei Wochen mit einem Plus von rund 90 Prozent mal wieder ein deutliches Lebenszeichen von sich. Der jüngste Kursanstieg bei Render ist dabei wohl Teil einer breiteren Rotation im Segment der AI-bezogenen Kryptowährungen. Während sich viele größere Coins zuletzt schwer taten, verzeichneten Projekte mit direktem Bezug zu Rechenleistung und Infrastruktur teils deutliche Zuflüsse.
Render ist ein Netzwerk für dezentrale GPU-Rechenleistung, das ungenutzte Grafikkartenkapazitäten bündelt und für rechenintensive Anwendungen verfügbar macht. Ursprünglich im Bereich 3D-Rendering und visuelle Effekte verankert, wird das Netzwerk zunehmend auch für KI-Workloads genutzt. Nutzer können Rechenleistung anbieten oder abrufen, während Abrechnung und Koordination über die Blockchain erfolgen. Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Tage zeigt sich der Kurs nun jedoch in einer Phase der Abkühlung.
Kursverlauf nach dem starken Anstieg
Nach dem kräftigen Kursanstieg der vergangenen Tage zeigt sich Render derzeit etwas ruhiger. Innerhalb der letzten 24 Stunden bewegte sich der Kurs zwischen rund 2,37 und 2,71 US-Dollar. Zuletzt lag der Preis bei etwa 2,44 US-Dollar und damit leicht über dem Niveau des Vortages. Render liegt mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,28 Milliarden US-Dollar auf Platz 85 der größten Kryptowährungen.
Wichtig ist dabei vor allem, dass der Kurs bislang oberhalb eines kurzfristig relevanten Durchschnittsniveaus gehandelt wird. Das deutet darauf hin, dass Käufer weiterhin präsent sind, auch wenn der Markt nach dem schnellen Anstieg zunächst Tempo herausnimmt. Seit Ende Dezember hat sich insgesamt ein aufwärtsgerichtetes Muster gebildet, das durch den jüngsten Rücksetzer bislang nicht gebrochen wurde. Der Bereich um 2,43 bis 2,37 US-Dollar dient dabei als erste wichtige Haltezone. Auf der Oberseite markieren die jüngsten Hochs bei rund 2,65 und 2,71 US-Dollar die nächsten Hürden.
Marktstimmung und Schwankungen
Die Marktstimmung bleibt grundsätzlich konstruktiv, zeigt jedoch erste Anzeichen von Zurückhaltung. Der starke Kaufdruck der Vorwoche hat nachgelassen – ein typisches Bild nach einer dynamischen Aufwärtsbewegung. Statt weiterer schneller Kursgewinne prägen derzeit Gewinnmitnahmen und vorsichtige Neueinstiege das Geschehen.
Gleichzeitig bleibt die Schwankungsbreite erhöht. Der Kurs reagiert empfindlich auf kleinere Impulse, was kurzfristig sowohl Bewegungen nach oben als auch nach unten wahrscheinlicher macht.
Kurzfristiger Ausblick
Kurzfristig bleibt das Bild bei Render ausgeglichen bis leicht positiv. Entscheidend ist, ob sich der Kurs oberhalb der genannten Unterstützungszone halten kann. Gelingt es, das bisherige Hoch bei rund 2,71 US-Dollar zu überwinden, würde sich der Spielraum nach oben erweitern, mit möglichen Zielen im Bereich um 3,20 US-Dollar.
Auf der Unterseite würde ein Rückfall unter 2,37 US-Dollar darauf hindeuten, dass aus der aktuellen Seitwärtsphase eine deutlichere Korrektur wird. In diesem Fall kämen tiefere Kursbereiche um 2,00 US-Dollar wieder stärker in den Blick.

