Coinbase will das aus dem Krypto-Markt bekannte Perpetual-Modell auf US-Aktien übertragen und hat bereits erste regulatorische Schritte gemacht. Perspektivisch könnten amerikanische Anleger damit Nvidia, Apple und Co. rund um die Uhr handeln, selbst wenn die klassischen US-Börsen längst geschlossen sind.
Coinbase nimmt den US-Aktienmarkt ins Visier
Dafür hat Coinbase bei der US-Börsenaufsicht SEC jetzt eine sogenannte Notice Registration eingereicht. Hintergrund ist, dass Futures auf einzelne Aktien in den USA als Security Futures Products gelten und deshalb von der SEC und der Commodity Futures Trading Commission gemeinsam beaufsichtigt werden.
Welche Aktien zum US-Start tatsächlich verfügbar sein werden und wann der Handel beginnen könnte, steht bislang noch nicht fest. Dass die Börse grundsätzlich über die technische Möglichkeit verfügt, stellt das Unternehmen bereits im US-Ausland unter Beweis. Seit März bietet die Krypto-Börse für nicht US-Bürger den Perpetual Futures Handel mit den großen Sieben an. Zudem lassen sich die ETFs SPY und QQQ über entsprechende Kontrakte handeln.
Ein Angriff auf die klassischen Börsenzeiten
Für die traditionellen Börsen bedeutet das zunächst erstmal keinen direkten Verlust von Aktienumsätzen. Für das langfristige Handelsvolumen und die allgemeine Preisfindung könnte die Einführung der neuen Kontrakte allerdings sehr wohl einen Einfluss haben und sich teilweise auf Coinbase verlagern.
Dass die etablierten Börsen den Trend ernst nehmen, zeigt ihre eigene Entwicklung und die Bereitschaft der Nasdaq, ihre eigenen Handelszeiten auf einen 23 Stunden Handel an fünf Tagen auszuweiten. Das Coinbase-Modell würde jedoch noch einen Schritt weitergehen und den Handel auch am Wochenende ermöglichen.
