Zahlen im Keller  

“Niemand transferiert XRP”

Die Flaute am Krypto-Markt setzt nicht nur dem XRP-Kurs zu. Anleger scheinen momentan wenig interessiert an dem Ripple Coin.

Moritz Draht
Teilen
Das Gesicht von Brad Garlinghouse, CEO von Ripple

Beitragsbild: picture alliance

| Brad Garlinghouse, CEO von Ripple

Von Frühlingsgefühlen ist beim XRP-Kurs zurzeit wenig zu spüren. Der Krypto-Markt hängt weiter in der Warteschleife, der Fear and Greed Index steht auf “extremer Angst”, Anzeichen für einen erneuten Höhenflug: Fehlanzeige. Und auch auf On-Chain-Ebene will sich die von Ripple-Anlegern herbeigesehnte Trendwende offenbar nicht abzeichnen. Wie festgefahren die Situation derzeit ist, zeigt sich etwa mit Blick auf das Transaktionsverhalten, das seit Monaten im Keller liegt.

XRP hängt fest

“Niemand transferiert XRP”, so die zugespitzte Diagnose einer aktuellen Analyse von CryptoQuant. Grund für diese Aussage ist eine ernüchternde Entwicklung: “Die Ein- und Auszahlungs-Transaktionen von XRP auf großen Börsen sind auf den niedrigsten Stand gefallen, seit diese Daten erfasst werden”. Die “XRP-Army” hält scheinbar die Füße still, der Markt wirkte zuletzt “ungewöhnlich ruhig”.

Auffällig: Seit Sommer vergangenen Jahres befindet sich der XRP-Kurs in einem Abwärtstrend, seitdem stagnieren auch die Zu- und Abflüsse an Börsen. “Dieses Muster erzählt eine größere Geschichte”, heißt es bei CryptoQuant. “Das Investoreninteresse an XRP scheint deutlich nachgelassen zu haben, nachdem der Kurs mehr als 60 Prozent von seinem vorherigen Hoch gefallen ist”.

Wale in Bewegung

Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel – und in dem Fall wohl nicht zugunsten des XRP-Preises. Trotz allgemeinen Rückgangs der Transaktionsaktivitäten könnten “zunehmende Bewegungen großer Investoren auf weitere Abverkäufe hindeuten”, heißt es.

Umtriebig sind Wale demnach wohl vor allem auf Binance. Laut Daten-Auswertung von CryptoQuant belaufen sich die Zuflüsse vermögender Investoren auf der größten Krypto-Börse seit Jahresbeginn auf rund 4,8 Milliarden XRP. Dieser Anstieg spiegele “eine allmähliche Verlagerung von Liquidität aus großen Wallets auf die Plattform wider”. Womöglich in “Erwartung möglicher Preisbewegungen”.

Dabei zogen die “Whale Flows” seit Monatsbeginn deutlich an. Laut CryptoQuant wurden seit Anfang März 450 Millionen XRP zu Binance transferiert. Dies deute auf “auffällige Aktivität im Vergleich zu früheren Zeiträumen hin, insbesondere, da Whale-Bewegungen häufig Phasen erhöhter Volatilität oder signifikanter Kursbewegungen vorausgehen”. Fragt sich nur: in welche Richtung?

Ripple-Coin am Boden?

Rückschlüsse auf die nahe Kursentwicklung können aus solchen Daten nicht gezogen werden. Jedoch spiegelt sich die Antriebslosigkeit eines vor sich hinschleppenden XRP-Kursverlaufs auch erkennbar auf On-Chain-Ebene wider. Auf eine allgemein bullishe Stimmung deuten die Entwicklungen nicht hin.

Dazu dürfte auch die momentane Verunsicherung am Markt beitragen. Ob XRP seinen Boden gefunden hat oder die Kryptowährung noch mal ins Straucheln geraten könnte, erfahrt ihr hier: XRP-Prognose: Kommt jetzt die Trendwende?

Wer XRP kaufen möchte, kann dafür etwa die Krypto-Börse Coinbase nutzen. Neukunden erhalten derzeit 30 Euro in Bitcoin, wenn sie mindestens 30 Euro investieren.

Empfohlenes Video
Iran Krieg und Bitcoin: Diese Daten machen uns Hoffnung

Kryptowährungen kaufen – Leitfaden & Anbieter 2026
In unserem kostenlosen BTC-ECHO Leitfaden zeigen wir dir, wie du sicher und Schritt für Schritt in Kryptowährungen investieren kannst. Außerdem erklären wir, worauf du beim Kauf von Coins und Token achten solltest.
Jetzt zum Kryptowährungen kaufen Leitfaden
Affiliate-Links
In diesem Beitrag befinden sich Affiliate-Links, die uns dabei helfen, unsere journalistischen Inhalte auch weiterhin kostenfrei anzubieten. Tätigst du über einen dieser Links einen Kauf, erhält BTC-ECHO eine Provision. Redaktionelle Entscheidungen werden davon nicht beeinflusst.