Ist das die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm? Heute Abend steht der Zinsentscheid der US-Notenbank an und die Anleger sind so gespalten wie lange nicht. Bitcoin verzeichnet innerhalb der letzten 24 Stunden ein Plus von nicht einmal ein Prozent und Gold tritt quasi auf der Stelle. Es scheint ganz so, als haben die Finanzmärkte in den Abwartemodus geschaltet.
Fed-Entscheidung bleibt ungewöhnlich offen
Auch die Bollinger-Bänder sind inzwischen auf eine Differenz von 3,6 Prozent auf Tagesbasis zusammengerückt, was dem niedrigsten Wert seit September 2025 entspricht. Anders als vor vielen früheren Zinsentscheidungen herrscht wenige Stunden vor der Verkündung immer noch keine klare Positionierung des Marktes. Noch vor zwei Wochen lag die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung bei lediglich zehn Prozent. Seitdem ist sie auf über 30 Prozent angestiegen.
Öl erholt sich nach iranischem Raketenangriff
Zusätzliche Unsicherheit brachte in der Nacht ein iranischer Raketenangriff auf US-Streitkräfte im Nahen Osten. Im Anschluss daran griffen die USA und Saudi-Arabien Stellungen proiranischer Gruppen im Irak an. Die Auswirkungen auf den Ölpreis waren unmittelbar spürbar. Nach starken Kursverlusten der vergangen Tage, verteuerte sich das britische Brent-Öl um mehr als 3,5 Prozent gegenüber dem gestrigen Tagesschluss auf 87,07 US-Dollar je Barrel. Das amerikanische WTI stieg ähnlich stark und notiert inzwischen wieder bei einem Kurs von knapp 82 US-Dollar.
Asiatische Aktienmärkte weiter im Abwärtstrend
Die asiatischen Märkte haben indes weiter mit neuen Zweifeln an den hohen Bewertung von Technologie-Werten zu kämpfen. Von einer Wartestellung kann dort nicht die Rede sein. Der südkoreanische Kospi verlor stand zeitweise erneut zweistellig im Minus und verlor am Ende auf Tagesbasis sieben Prozent. Damit steht auf Wochenbasis ein Minus von knapp 20 Prozent zu Buche.
