Mt.Gox: Bitcoin-Börsen-Betreiber Mark Karpèles droht hohe Haftstrafe
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Ehemaliger Bitcoin-Börsen-Betreiber Mark Karpèles sieht sich einer hohen Strafe entgegen. Medienberichten zufolge muss sich das ehemalige Oberhaupt der Bitcoin-Börse Mt.Gox nach Forderungen eines Gerichtes in Tokyo für die Veruntreuung von Bitcoin und Fiatwährungen verantworten. 

Es begann scheinbar unschuldig – mit einer Tauschbörse für Spielkarten. Magic the Gathering hieß das Spiel, Online Exchange die Börse, kurz: Mt.Gox. Dass sich der Handel mit digitalen Währungen wie vor allem Bitcoin um einiges lukrativer als der mit Spielkarten herausstellen sollte, erkannte Mark Karpèles, Betreiber der Börse, schnell. Daher sattelte er auch um: Die gehandelten Güter änderten sich, nur der Name blieb.


Der Erfolg war atemberaubend: Nach nur drei Jahren wurden 60 Prozent des globalen Handelsvolumens von Bitcoin über die Börse in Japan abgehandelt. Nur um dann genauso schnell wieder abzuflachen: Bereits am 28. Februar 2014 meldete die Börse Insolvenz an.

Spätestens seit diesem Zeitpunkt geriet Mark Karpèles in der Bitcoin-Community stark in Verruf. 850.000 BTC waren auf einmal verschwunden – und keiner wusste wohin. Der Verdacht jedenfalls liegt auf dem Begründer der Börse Mark Karpèles. Wie lokale Medien nun berichten, muss sich dieser nun für den Diebstahl von umgerechnet drei Millionen US-Dollar verantworten. Für die Unterschlagung der Gelder bzw. der Bitcoin fordert das Gericht in Tokyo nun eine Haftstrafe von zehn Jahren.


Vor Gericht gab Karpèles offenbar an, nichts mit dem Verschwinden der Coins zu tun haben. Ob der Forderung des Gerichts stattgegeben wird und wie es um die aktuelle Beweislage steht, ist derzeit unklar.

Hintergründe zur Bitcoin-Börse Mt.Gox, Mark Karpèles und mysteriöse Wallets

Erst im September fiel der Bitcoin-Kurs (nicht zum ersten Mal) drastisch. Zeitlich fiel das mit einer Bewegung einer unbekannten Wal-Wallet zusammen, die nach wie vor nicht eindeutig zugeordnet werden kann. Ein Verdachtsmoment fiel jedoch auf den Dunstkreis von Mt.Gox und dessen Betreiber. Wie es um die Wallet steht, was das Ganze mit Tether zu tun hat, und wie es zum Fall von Mt.Gox kam, kann man hier nachlesen.

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