Charles Hoskinson “Ich verachte Kursanalysen” – Cardano-Chef weist Crash-Szenario zurück
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Eine Cardano-Münze steht vor einem Candle Chart.

Quelle: Shutterstock

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Cardano-Gründer Charles Hoskinson zeigte sich nicht begeistert über das jüngste Crash-Szenario von Peter Brandt. Dabei verglich er Chartanalysen mit Voodoo-Praktiken.

Vor Kurzem sorgte ein Tweet des Trading-Gurus Peter Brandt für Bestürzungen innerhalb der Cardano Community. Der CEO der Trading-Firma Factor stellte in einer technischen Chartanalyse ein mögliches Szenario für ADA fest, wonach der Kurs um etwa 90 Prozent abstürzen könnte. Als Grundlage für seine Prognose sah Brandt eine sogenannte Kopf-Schulter-Formation (Head and Shoulder; ähnlich dem Shampoo). Dabei handelt es sich um ein Chart-Muster, das dem Aussehen nach der Kopf- und Schulterpartie eines Menschen entspricht. Die beiden äußeren “Schultern” liegen in der Höhe dicht beieinander, während der mittlere “Kopf” am höchsten ist. In der Regel deuten sie auf eine Trendumkehr zum Abwärtstrend hin und signalisieren damit das Ende eines Aufwärtstrends. Analysten können anhand dieser Parameter mögliche Einstiegs- und Ausstiegspunkte definieren.


Cardano-Gründer Hoskinson vergleicht Kursanalysen mit Voodoo

Im Fall von Cardano prognostizierte Brandt einen Kurssturz auf bis zu 0,12 US-Dollar. Diese Analyse sorgte für Entsetzen in der Gemeinschaft des Ethereum-Konkurrenten. Infolgedessen sah sich Gründer Charles Hoskinson gezwungen, auf die Prognose zu reagieren. In einem YouTube-Livestream wies er das Crash-Szenario vehement zurück.

Das war ein Verleumdungsartikel von Cointelegraph. Wenn man tiefer in das reingeht, was Peter gesagt hat, dann sieht man, dass seine Aussage an einen Haufen von Bedingungen und Konditionen geknüpft ist. Außerdem handelt es sich nur um eine technische und keine fundamentale Analyse. Damit ist es im Prinzip eine Interpretation eines willkürlichen Charts. Ich bin kein Analyst und verabscheue solche technischen Kursanalysen.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson auf YouTube

Für ihn entspreche das Handwerk eher Voodoo-Praktiken und habe damit keinerlei Aussagekraft.


Bei allem Respekt Peter gegenüber, aber ich glaube nicht, dass das so einfach funktioniert. Die Märkte sind so viel komplizierter.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson auf YouTube

Dass Peter Brandts Prognosen jedoch nicht nur heiße Luft sind, bewies der Factor CEO mit seiner Vorhersage bezüglich Litecoin. 2018 identifizierte Brandt bei der Kryptowährung ein ähnliches Chart-Muster. In der Folge stürzte der LTC-Kurs ab und bestätigte damit seinen Orakelspruch. In dem aktuellen Tweet rief er seinen Kritikern diesen Fall ins Gedächtnis. Auch damals erntete er Hohn und Spott für seine Prognose.

“Alonzo” Hard Fork kommt im September

Abseits der Crash-Thematik wartet die ADA-Community nach wie vor auf das “Alonzo”-Update, das endlich Smart-Contract-Funktionen in das Cardano-Netzwerk implementieren und damit den Weg für dApps ebnen soll. Nach einigen Verschiebungen rief Hoskinson den Launch der Hard Fork für September dieses Jahres aus.

In einem Videostatement nannte der Cardano-Gründer indes noch zwei Hürden, die man nehmen müsse, um das “Goguen”-Zeitalter erfolgreich abzuschließen. Zum einen das Hard Fork Combinator Event, das die Protokolle ohne Systemunterbrechung aneinanderfügt. Zum anderen basteln die Entwickler an einer Infrastruktur für den Node. Ein Selbstläufer, wie Hoskinson meint: “Der erste Teil ist das, wofür man die Hard Fork benötigt, alles andere ist Software”. Angesichts des derzeitigen Fortschritts zeigt sich Hoskinson optimistisch, dass man den Zeitplan einhalten könne.



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