Bankenprotest 

Goldman Sachs unterstützt den CLARITY Act trotz Bankenprotest

Der CEO von Glodman Sachs unterstützt die Regulierungsbemühungen der US-Regierung. Warum er sich jetzt gegen die Kritik aus der Branche stellt.

Jan-Malte Minnerup
Teilen
Goldman Sachs

Beitragsbild: Shutterstock

| Das amerikanische Finanzinstitut Goldman Sachs stellt sich jetzt hinter den CLARITY Act

Der CLARITY Act fand bislang wenig Zuspruch aus dem amerikanischen Bankensektor. Entsprechend überraschend kamen die neuerdings positiven Äußerungen von David Solomon, CEO von Goldman Sachs. Er findet regulatorische Klarheit wichtiger als ein perfektes Gesetz und unterstützt ein Vorankommen des Entwurfs.

Warum Goldman klare Regeln will

Ein regulierter Markt schafft aus Sicht von Solomon einheitliche Wettbewerbsbedingungen. Durch diese verspricht er sich mehr Planungssicherheit und eine geordnete Entwicklung des Krypto-Marktes. Derzeit befinde man sich in einem Umfeld mit unklaren oder teilweise gegensätzlichen Vorgaben, was weitere Innovationen erheblich schwieriger macht.

Solange zentrale rechtliche Fragen offenbleiben, können Unternehmen nur unter erschwerten Bedingungen neue Angebote für ihre Kunden auf den Markt bringen. Zudem sieht er in klaren Regeln die Grundlage, um bislang zurückhaltenden Marktteilnehmern eine stärkere Beteiligung zu ermöglichen. Ähnlich wie andere Banken-CEOs sieht er in dem CLARITY Act durchaus einige Schwachstellen, die er aber für ein schnelles Ende der regulatorischen Unsicherheit in Kauf nehmen würde. Weitere Anpassungen könnten später immer noch folgen.

Stablecoin-Renditen spalten den Bankensektor

Im Zentrum der Kritik steht dabei die Möglichkeit, Zinsen und andere Renditemöglichkeiten auf Stablecoin-Bestände zu erzielen. Aus Sicht der Banken könnten solche Angebote ihre Kunden zu einer Umschichtung ihres Kapitals in Stablecoins bringen. Dadurch würden den Instituten Gelder fehlen, mit denen sie Kredite für Unternehmen oder Immobilien finanzieren.

Daher fordern die meisten Banken Amerikas ein Verbot der Renditemöglichkeiten bei Stablecoins, zumindest aber eine umfassende Begrenzung. Gegen eine grundsätzliche Regulierung des Krypto-Marktes haben sie hingegen nichts einzuwenden. Für sie geht es lediglich darum, dass Stablecoin-Anbieter nicht mit bankähnlichen Sparprodukten um Kundeneinlagen konkurrieren können, ohne denselben regulatorischen Anforderungen zu unterliegen.

Kryptowährungen kaufen – Leitfaden & Anbieter 2026
In unserem kostenlosen BTC-ECHO Leitfaden zeigen wir dir, wie du sicher und Schritt für Schritt in Kryptowährungen investieren kannst. Außerdem erklären wir, worauf du beim Kauf von Coins und Token achten solltest.
Jetzt zum Kryptowährungen kaufen Leitfaden
Das könnte dich auch interessieren