Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und die Gubbi AG wollen Kryptowertpapiere im professionellen Finanzvertrieb verankern. Das teilten beide Unternehmen am 10. September mit. Über die Kooperation erhalten die mehr als 700 Vertriebspartner der Fondsbörse Zugang zum GDX Primary Market, einer Plattform der Gubbi AG für die Erstplatzierung digitaler Wertpapiere.
Die Fondsbörse gehört zur BÖAG Börsen AG, die unter anderem die Börsen Hamburg und Hannover betreibt. Seit 2004 vermittelt sie den Handel mit geschlossenen Fonds und hat nach eigenen Angaben über vier Milliarden Euro Nominalkapital umgesetzt. Auf der Plattform lassen sich Anteile an rund 4.500 Fonds handeln, überwiegend aus den Bereichen Immobilien und Schifffahrt.
Der Zweitmarkt kommt später
Der interessantere Teil der Ankündigung betrifft den Handel nach der Emission. Kryptowertpapiere sind in Deutschland seit dem elektronischen Wertpapiergesetz von 2021 zulässig, gelten bislang aber als weitgehend illiquide. Wer einmal gezeichnet hat, kommt kaum wieder heraus.
“Wir erzielen dadurch auch eine deutlich verbesserte Handelbarkeit unserer Digitalen Assets via Zweitmarkt”, sagt Gubbi-Chef Tobias Eckl. Beide Unternehmen lassen den Starttermin des Zweitmarkts offen und nennen den Sekundärmarkt in ihrer Mitteilung lediglich als nächsten Schritt.
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse, sieht digitale Vermögenswerte auf dem Weg in den regulären Kapitalmarkt. Über den GDX Primary Market ließen sich solche Produkte direkt in bestehende Vertriebsstrukturen bei Maklerpools, Banken, Sparkassen sowie Finanz- und Versicherungsvertrieben einbinden.
Die Gubbi AG wurde 2022 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Angaben dazu, wie viele Produkte bereits über den GDX Primary Market laufen oder welches Volumen dabei umgesetzt wurde, machen die Unternehmen nicht.

