Trotz Zuflüssen 

BlackRocks Krypto-Sparte schrumpft um fast 40 Prozent

Das zweite Quartal beendet BlackRock mit einem deutlichen Wachstum. Doch die Krypto-Sparte wird langsam zum Sorgenkind.

Daniel Hoppmann
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Eine Bitcoin-Münze vor dem BlackRock-Logo.

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Krypto-Sparte schrumpft deutlich

BlackRocks Geschäft mit digitalen Vermögenswerten ist im vergangenen Jahr trotz anhaltender Kapitalzuflüsse deutlich geschrumpft. Wie aus den Quartalszahlen des weltgrößten Vermögensverwalters hervorgeht, sank das verwaltete Vermögen der Digital-Asset-Produkte zum Ende des zweiten Quartals auf 48,8 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte dieser Wert noch bei 79,6 Milliarden US-Dollar gelegen. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent.

Eine bemerkenswerte Entwicklung, bedenkt man, dass die Krypto-Produkte des Vermögensverwalters im gleichen Zeitraum Nettozuflüsse von 15,1 Milliarden US-Dollar verbuchten. Ausschlaggebend für den Rückgang waren vor allem Marktwertverluste im Zuge des Krypto-Winters, schreibt BlackRock. Diese beliefen sich auf 45,8 Milliarden US-Dollar.

Krypto-ETFs sind die Sorgenkinder 2026

Im Vergleich zu anderen Anlageklassen entwickelte sich die Krypto-Sparte für BlackRock mäßig. Während Aktien-, Anleihe- und Multi-Asset-ETFs durchweg Kapital einsammelten, flossen seit Jahresbeginn rund 2,2 Milliarden US-Dollar aus den Indexfonds für Bitcoin, Ethereum und Co.

Gemessen am Gesamtgeschäft bleibt die Krypto-Sparte ohnehin eine Randgröße. Sie steuerte im zweiten Quartal Gebühreneinnahmen von 40 Millionen US-Dollar bei, rund ein Prozent der gesamten Basisgebühren.

Verlust bei Circle-Beteiligung

Und auch mit der Beteiligung am Stablecoin-Emittenten Circle musste BlackRock einen Rückschlag hinnehmen. Wie der Quartalsbericht zeigt, verbuchte der Vermögensverwalter einen Vorsteuerverlust von rund 37 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte diese Beteiligung einen Gewinn von knapp 330 Millionen US-Dollar eingebracht.

Insgesamt kann BlackRock seinen Wachstumskurs jedoch fortsetzen. Das Unternehmen verwaltet inzwischen Vermögenswerte im Umfang von 15,3 Billionen US-Dollar und sammelte im zweiten Quartal konzernweit Nettozuflüsse von 192 Milliarden US-Dollar ein.

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