BlackRocks Geschäft mit digitalen Vermögenswerten ist im vergangenen Jahr trotz anhaltender Kapitalzuflüsse deutlich geschrumpft. Wie aus den Quartalszahlen des weltgrößten Vermögensverwalters hervorgeht, sank das verwaltete Vermögen der Digital-Asset-Produkte zum Ende des zweiten Quartals auf 48,8 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte dieser Wert noch bei 79,6 Milliarden US-Dollar gelegen. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent.
Eine bemerkenswerte Entwicklung, bedenkt man, dass die Krypto-Produkte des Vermögensverwalters im gleichen Zeitraum Nettozuflüsse von 15,1 Milliarden US-Dollar verbuchten. Ausschlaggebend für den Rückgang waren vor allem Marktwertverluste im Zuge des Krypto-Winters, schreibt BlackRock. Diese beliefen sich auf 45,8 Milliarden US-Dollar.
Krypto-ETFs sind die Sorgenkinder 2026
Im Vergleich zu anderen Anlageklassen entwickelte sich die Krypto-Sparte für BlackRock mäßig. Während Aktien-, Anleihe- und Multi-Asset-ETFs durchweg Kapital einsammelten, flossen seit Jahresbeginn rund 2,2 Milliarden US-Dollar aus den Indexfonds für Bitcoin, Ethereum und Co.
Gemessen am Gesamtgeschäft bleibt die Krypto-Sparte ohnehin eine Randgröße. Sie steuerte im zweiten Quartal Gebühreneinnahmen von 40 Millionen US-Dollar bei, rund ein Prozent der gesamten Basisgebühren.
Verlust bei Circle-Beteiligung
Und auch mit der Beteiligung am Stablecoin-Emittenten Circle musste BlackRock einen Rückschlag hinnehmen. Wie der Quartalsbericht zeigt, verbuchte der Vermögensverwalter einen Vorsteuerverlust von rund 37 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte diese Beteiligung einen Gewinn von knapp 330 Millionen US-Dollar eingebracht.
Insgesamt kann BlackRock seinen Wachstumskurs jedoch fortsetzen. Das Unternehmen verwaltet inzwischen Vermögenswerte im Umfang von 15,3 Billionen US-Dollar und sammelte im zweiten Quartal konzernweit Nettozuflüsse von 192 Milliarden US-Dollar ein.
