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Bitcoin statt Cannabis: Australische Polizei verwechselt Mining-Farm mit Growroom

Die Polizei von Adelaide, Australien, hat irrtümlich die Wohnung eines Mannes durchsucht, weil sie seine Bitcoin-Mining-Farm für ein Cannabis-Gewächshaus hielt. Während der Besitzer nun Schadensersatz fordert, scheinen die Behörden überfordert.

Phillip Horch
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Beitragsbild: Shutterstock

Einige Solarpanele, Überwachungskameras und Ventilatoren – das Equipment, mit dem Cannabis gemacht wird. Das dachte zumindest die Polizei des australischen Adelaide. Daher führten die Behörden kurzerhand eine Hausdurchsuchung durch. Was sie dort jedoch fanden, war eine (Mini-)Bitcoin-Mining-Farm.

Offenbar hatten die Polizisten die Wohnung in Abwesenheit des mutmaßlichen Hanfbauers durchsucht, der seine Reaktion danach in einem YouTube-Video teilte. Wie er verärgert mitteilt, habe die Polizei, als er nach der Razzia anrief, direkt wieder aufgelegt:

Sie haben mein Haus durchsucht. Dann kamen sie rein und hörten die Ventilatorengeräusche aus dem Raum. Sie traten die Tür ein, weil sie eine Marihuana-Plantage oder eine -Ernte erwarteten. Und das fanden sie: Computer. Sie haben mein Eigentum zerstört, den Zaun kaputt gemacht, mein Zuhause zerstört – wegen Computern. Das ist die Polizeistation Elizabeth.

Schließlich habe er dort angerufen, um nach einer Entschädigungen zu fragen. Die Behörden zeigten sich indes wenig hilfsbereit:

Als ich anrief, haben sie aufgelegt. Lächerlich. Wer bezahlt jetzt für meinen Schaden? Der Typ, der diese Frage beantworten sollte, weigert sich. Arschlöcher.

Das ganze Video könnt ihr hier sehen:

Geschätzter Schaden: 0,2 Bitcoin

Wie der Bitcoin-Miner gegenüber dem lokalen Magazin Adelaide Now mitteilte, erlitt er einen Schaden von 1.000 australischen Dollar (etwa 0,2 BTC). Neben dem Schaden am Haus habe die lokale Polizei auch eine Festplatte entwendet:

Und um die Dinge noch schlimmer zu machen, haben sie [das Haus] komplett offen gelassen. Außerdem fehlt jetzt eine Festplatte und das Kabel von der Überwachungskamera ist durchgeschnitten.

Gegenüber des Magazins verteidigte sich die Polizei von Adelaide jedoch mit einem wichtigen Hinweis: Es sei einfach nicht üblich, Razzien im Voraus anzukündigen. So sagte die zuständige Beamte:

Aus operativen Gründen kündigen wir Hausdurchsuchungen nicht an. Die Polizei versucht jedoch immer, den Schaden bei solchen Einsätzen gering zu halten.

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