Neues Allzeithoch bei 8.000 US-Dollar: Nach Bitcoin-Cash-Putsch setzt Bitcoin zur Kursrally an

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: Adventurer's Jumping, Mountain Seymour Ski Resort

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Vor wenigen Stunden knackte der Bitcoin-Kurs ein neues Allzeithoch und notierte über 8.000 US-Dollar (6.750 Euro). Gegenwärtig pendelt der Bitcoin-Kurs um die 7.800 US-Dollar-Marke und beansprucht eine Marktkapitalisierung von über 130 Milliarden US-Dollar für sich.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Keine Selbstverständlichkeit, erinnert man sich an die Situation vor einigen Tagen, als die Stimmung gegenüber Bitcoin an den Märkten gekippt ist. Anfangs sah es noch gut aus, als Bitcoin durch die Absage von SegWit2x in aktuelle Kurshöhen vordrängen konnte. Kurz danach, am 9. November, dann die Kehrtwende. Enorme Transaktionszeiten und -kosten ließen kein gutes Haar an Bitcoin und der Kurs fiel bis auf 5.600 US-Dollar – innerhalb kürzester Zeit verlor Bitcoin ungefähr ein Drittel seines Kurswertes. Schließlich war das Bitcoin-Netzwerk mit teils über 135.000 unbestätigten Transaktionen ziemlich überlastet, was sich in einem massiven Anstieg der Transaktionskosten kanalisierte.


Gleichzeitig konnte sich Bitcoin Cash als eine attraktive Alternative zu Bitcoin positionieren und ein Narrativ entwickeln, das hieß: “Bitcoin Cash ist das bessere Bitcoin”. Immer mehr Miner wechselten die Seiten und boten ihre Rechenleistung für Bitcoin Cash anstatt für Bitcoin an. Eine aggressive Kampfansage an Bitcoin, die zum oben beschriebenen Einbruch führte und Bitcoin Cash von 600 US-Dollar am 9. November auf über 2.500 US-Dollar am 12. November katapultierte. Der Bitcoin-Cash-Hype hielt allerdings nicht lange und so sackte der Bitcoin-Cash-Kurs wieder in sich zusammen und notiert gegenwärtig bei 1.100 US-Dollar.

Mit dem anschließenden Kurssturz bei Bitcoin Cash wechselten die Miner auch wieder zu Bitcoin zurück und die Rückabwicklung des Putschversuches konnte in Gang gesetzt werden. Bitcoin konnte in kurzer Zeit wieder das Vertrauen zurückgewinnen – vielleicht war Bitcoin Cash am Ende dann doch nicht überzeugend genug – und Boden gut machen: Die Bitcoin-Dominanz liegt inzwischen wieder bei 57 % und damit um rund 10 % höher als noch am 12. November.

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Gute News wie z. B. die Ankündigung des Hedgefonds der Man Group den Bitcoin-Handel aufzunehmen, sobald dieser an der CME, eine der größten Future-Börsen der Welt, zum Handel freigegeben ist, unterstützen die rallyartige Kurs-Erholung. Die Man Group steht damit stellvertretend für einen der größten Bitcoin-Kurstreiber unserer Gegenwart. Die Erwartung wächst, dass institutionelle Gelder durch Adaption des regulierten Finanzmarkt in Bitcoin strömen und somit eine massive Kursunterstützung bieten. Entsprechend lässt sich gerade gut beobachten, wie sich einzelne Dienstleister auf die (kommende) Zeit des großen Geldes vorbereiten.

Nichtsdestotrotz steht Bitcoin nun vor der Aufgabe möglichst schnell das Lightning Network zum Laufen zu kriegen. Das Netzwerk ist auch weiterhin überlastet und ohne eine glaubwürdige und zeitnahe Skalierungsperspektive kann der Höhenflug schnell in einen Sinkflug übergehen. Zumal sich Bitcoin ohne eine effizientere Transaktionsverarbeitung gegenüber einem Bitcoin Cash oder einem weiteren Hard-Fork-Bestreben angreifbar macht.

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