Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

Erst vor wenigen Tagen hat MasterCard seinen Austritt aus Facebooks Währungsplänen verkündet. Die Abkehr von Libra bedeutet für den Kreditkartenriesen indessen keinen generellen Abschied von der Krypto-Welt. Im Gegenteil, gegenüber Ledger Insights gab der Konzern jüngst einige optimistische Gedanken zur Zukunft von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie zum Besten. Als Grund für das Statement machte das Unternehmen ein gesteigertes Interesse an den eigenen Geschäftspraktiken aus:

Nach unserem Austritt aus dem Mitgliedschaftsprozess der Libra Association letzte Woche stellten wir sehr viel Interesse daran fest, wie wir Technologien, Programme und Partner bewerten, die das Potenzial haben, die Zahlungsverkehrsbranche zu verbessern und den Wert, den wir liefern können, zu steigern.

MasterCard glaubt an Kryptowährungen

Der Kreditkartenkonzern äußerte sich zum einen wohlwollend zu Bitcoin & Co. Kryptowährungen hätten demnach Potenzial, sie könnten durchaus zu einem vertrauenswürdigen Bezahlinstrument avancieren. Für eine breite Adoption sind laut MasterCard vor allem Stabilität, ein angemessener Kundenschutz sowie die Gewährleistung von rechtlicher Compliance erforderlich.

Damit das oben Genannte gegeben ist, müssten alle Stakeholder und Netzwerkteilnehmer zum Blockchain-Netzwerk der Kryptowährung beitragen und von dieser profitieren. Das Netzwerk müsste zudem einen angemessenen Schutz der Privatsphäre seiner Teilnehmer sowie ein Mindestmaß an Zahlungssicherheit gewährleisten. Der Kreditkartenkonzern betont, dass insbesondere die rechtliche Compliance in vollem Umfang gegeben sein muss. Das schließt so auch Maßnahmen gegen Geldwäsche ein. MasterCard glaubt schließlich, dass eine Integration in bestehende ökonomische Systeme ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg von Kryptowährungen ist.

Kreditkartenkonzern setzt auf Blockchain

Auch was die Blockchain-Technologie selbst angeht, brachte MasterCard ein ungebrochenes Engagement zum Ausdruck:

Wir glauben an die transformative Kraft der Blockchain. Wir halten die drittgrößte Anzahl von Blockchain-Patenten und Patentanmeldungen, und von unserer Provenienzlösung bis hin zu kommerziellen Zahlungen erstreckt sich unsere Erforschung von Blockchain-Anwendungen über unser gesamtes Geschäftssystem.

MasterCard ist tatsächlich an zahlreichen Blockchain-Projekten beteiligt. Gemeinsam mit dem FinTech-Unternehmen R3 lancierte der Konzern so im September ein neues Blockchain-Zahlungssystem. Das Unternehmen trat zudem erst kürzlich dem Marco-Polo-Netzwerk bei.

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