Marktupdate Miner graben Bitcoin-Kurs (BTC) das Wasser ab

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Während Miner ihre Bitcoin (BTC) auf den Markt werfen, hodlt die Mehrheit der Anleger ihr digitales Gold.

Seitdem der Bitcoin-Kurs (BTC) im gestrigen Handelsverlauf kurz unter die Marke von 9.000 US-Dollar gerutscht ist, klettert die Krypto-Leitwährung wieder allmählich aus ihrem Formtief. Auf Tagessicht verbucht die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung mit einer Schwankungsbreite von knapp 250 US-Dollar dennoch ein Minus von 1,6 Prozent. Im Wochenvergleich verursacht der gestrige Kursabschlag ein Minus von 1,7 Prozent.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Auch die Altcoins mussten in den letzten 24 Stunden Federn lassen. Mit einem Minus von 1,8 Prozent rutscht der Ether-Kurs (ETH) auf 227,02 US-Dollar. Der Ripple-Kurs (XRP) fällt um 0,7 Prozent auf 0,175 US-Dollar. Der IOTA-Kurs (MIOTA) knickt um 2,8 Prozent ein und notiert bei 0,23 US-Dollar. Aktuell drehen die Kurse aber wieder auf und könnten sich noch mit einem Plus in das Wochenende retten.

Miner drücken den Bitcoin-Kurs

Der Bitcoin-Kurs verharrt nun bereits seit über einem Monat in einem Korridor zwischen 9.000 und 10.000 US-Dollar. Die mangelnde Volatilität und vehemente Kursverteidigung über diesen Zeitraum ist grundsätzlich ein positiver Indikator und spricht für die Stabilität des Assets. Nicht zuletzt dürfte die rasche Kurserholung nach dem Corona-Crash das Interesse unter institutionellen Investoren nochmal gesteigert haben, die im Krypto-Markt einen immer sichereren Zufluchtsort für ihre Anlagen finden.

So hat Vermögensverwalter Grayscale Investments bereits über 1,7 Prozent der gesamten BTC-Reserven im Krypto-Hedgefond Bitcoin Trust eingelagert und in den letzten Monaten rund ein Drittel aller neu „geschürften“ Bitcoin gekauft. Bei einem solch großen Andrang am Markt wäre eine Kurssteigerung zwar die direkte Folge. Doch finden sich auf der Verkäuferseite eben jene Miner, die seit dem Halving konstant große Mengen Bitcoin auf den Markt werfen.

Wie Daten von Bytetree belegen, haben Miner allein in der vergangenen Woche rund 6.738 Bitcoin generiert, während sie 6.791 veräußert haben. Der Miner’s Rolling Inventory (MRI) steigt demnach auf einen aktuellen Wert von 100,88 Prozent. Ein Wert über 100 zeigt an, dass mehr Bitcoin verkauft als gemined werden.

Über die letzten Wochen schwankte der MRI zwar immer wieder leicht. Die Tendenz zeigt aber, dass die Verkaufslaune der Miner seit dem Halving nicht abgerissen hat. Ein steigender MRI kann jedoch den Bitcoin-Kurs immer wieder drücken und eine Spirale für Miner auslösen. Da sie den Kurs durch BTC-Verkäufe tief halten, sind sie gezwungen, weiterhin große Mengen zu verkaufen, was wiederum den Kurs drückt und sie infolgedessen zum Verkauf weiterer BTC-Mengen zwingt.

Bitcoin im Stand by

Das Gros der Miner schwemmt ihre geschürften Bitcoin zwar auf den Markt. Die meisten Wallets gehören im Bitcoin-Ökosystem aber zur Hodler-Spezies. Wie Rafael Schultze-Kraft, CTO von Glassnode, per Twitter mitteilte, seien nur etwa 27 Prozent der zirkulierenden BTC-Menge in diesem Jahr bewegt worden.

Mit anderen Worten: 73 Prozent liegen seither unangetastet in Wallets. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmal gesteigert. Coinmetrics zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 38,5 Prozent des Bitcoins Supply bewegt, 61,5 Prozent blieben unberührt.

Der Trend zeigt an, dass Anleger ihre Bitcoin in Erwartung einer Kurssteigerung akkumulieren. Die Zockerlaune der Bitcoin-Frühzeit ist somit langsam aber sicher verflogen. Die Mehrheit der Anleger verfolgt eine langfristige Anlagestrategie. Das legt den Grundstein für einen gesunden und nachhaltigen Wachstumstrend des Bitcoin-Kurs.

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