MasterCard äußert Zweifel an Bitcoin

MasterCard äußert Zweifel an Bitcoin

Der globale Kreditkartenanbieter MasterCard kritisierte kürzlich Bitcoin in einem Brief an die britische Regierung aufgrund des angeblich zu hohe Risikos und den vergleichsweise zu geringen Vorteilen der digitalen Währung.

MasterCard übermittelte die Stellungnahme in einem 4-seiteigen Brief an die Regierung, die kürzlich zur Bitcoin-Informationsbeschaffung (Call for Information) aufgerufen hat, um sich selbst ein besseres Bild von der digitalen Währungsbranche machen zu können.

MasterCard zweifelt an den Vorteilen der digitalen Währungen im Bezug auf Schnelligkeit, Kosten und Systemsicherheit:

“Wir zweifeln daran, dass das Bitcoin Netzwerk im Vergleich zum MasterCard Netzwerk schneller und sicherer sein soll, nicht zuletzt weil die Verifizierung für einen Block im Bitcoin-Netzwerk durchschnittlich rund 10 Minuten dauert und weil die digitale Währung viel anfälliger ist für Hackerangriffe.”

Zudem schreibt MasterCard, dass Bitcoin an der Blockchain-Schnittstelle keinen Zwischenhändler besitzt und das die Technologie noch viel riskanter macht als zunächst angenommen. Einer amerikanischen Agentur zufolge können dem Verbraucher im Falle eines “Systemzusammebruchs” und aufgrund der dezentralisierten Natur von Bitcoin keine Rückzahlungen garantiert werden. Im Vergleich dazu verweist MasterCard auf das britische Kompensationsverfahren (Financial Services Compensation Scheme), was die Investoren vor genau solch einem Risiko schützen soll.

Im weiteren Verlauf des Schreibens weist MasterCard die britische Regierung auf weitere Risiken der digitalen Währung hin: Geldwäsche, unseriöse Bitcoin-Börsen, unseriöse Mining-Methoden und die Volatilität des Bitcoin sind nur ein Auszug davon.

Jedoch sagt der Kreditkartenanbieter auch, dass Bitcoin besser reguliert werden solle – In etwa durch eine lizensierte Institution, die jede auf der Blockchain getätigte Transaktion erfasst und verwaltet:

“Die Lizenzierung und Beaufsichtigung von Geldsendern die nicht zu einer Bankenorganisation gehören, muss klar geregelt sein. Eine Know Your Customer Prozedur, ein Anti-Geldwäsche Programm sowie die Auflistung von Verdachtsfällen und die Adressierung von Cyberschwachstellen ist unabdingbar.”

MasterCard ist mittlerweile der viert größte Investor im FinTech Sektor.

Der offizielle Bericht an die britische Regierung (Quelle: CoinDesk) liest sich wie folgt:

MasterCard Response to ‘Digital Currencies: Call for Information’

 

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Gola Yashu via newsbtc.com
Image Source: Mobile World Congress 2015 von Kārlis Dambrāns via flickr.com

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin

Kraken veröffentlicht seine Marktanalyse für den Monat Juni. Demnach erreicht die Bitcoin-Volatilität wieder neue Höhen. Im selben Zug sei ein Fortsetzen des Kurstrends, der seit April dieses Jahres besteht, zu beobachten.

Grayscale Bitcoin Trust weiterhin auf Erfolgskurs
Grayscale Bitcoin Trust weiterhin auf Erfolgskurs
Bitcoin

Der größte Krypto-Vermögensverwalter der Welt legte seinen Quartalsbericht vor. Grayscales erfolgreichstes Produkt bleibt der Grayscale Bitcoin Trust Fund. Eine kleine Besinnung auf die letzten drei Monate und eine Botschaft: Bitcoin ist gut.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Der Ritterschlag für Bitcoin und Libra: Die US-Politik bekommt es mit der Angst zu tun
Der Ritterschlag für Bitcoin und Libra: Die US-Politik bekommt es mit der Angst zu tun
Kommentar

In dieser Woche stand der Krypto-Markt ganz unter amerikanischer Flagge. Donald Trump tweetete sein Unbehagen über Bitcoin und Libra. Kurzerhand zog auch das US-Finanzministerium nach und bezeichnete Bitcoin als Gefahr für die nationale Sicherheit. Wenn auch weniger über Bitcoin, so doch über Facebooks Libra, verlor auch der US-Senat in einer Anhörung kein gutes Haar. Kurzum: Dank Zuckerberg schaffen es Kryptowährungen nun ganz nach oben auf die politische Agenda. Über die Vor- und Nachteile, wenn man ins Visier der größten Volkswirtschaft der Welt rückt.

Die eigene DNA zu Geld machen: Start-up will Genmarkt mithilfe von DLT öffnen
Die eigene DNA zu Geld machen: Start-up will Genmarkt mithilfe von DLT öffnen
Blockchain

Das Start-up EDNA will mithilfe der Blockchain-Technologie mehr Menschen Zugang zum weltweiten Markt für DNA verschaffen. Gemeinsam mit dem Singapurer Finanzdienstleister WORBLI entwickelt das Unternehmen eine App, welche menschliches Erbgut sicher auf EOSIO-Blockchains registrieren und Nutzern gleichzeitig über Smart Contracts eine faire Aufwandsentschädigung zukommen lassen soll. Im Zuge intensiver Genforschung boomt der Handel mit menschlichen Genen derzeit. Für ihr Erbgut erhalten DNA-Spender jedoch oft nur einen Bruchteil des Marktwertes.

Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin-Marktsentiment: Volatilität erreicht neue Höhen
Bitcoin

Kraken veröffentlicht seine Marktanalyse für den Monat Juni. Demnach erreicht die Bitcoin-Volatilität wieder neue Höhen. Im selben Zug sei ein Fortsetzen des Kurstrends, der seit April dieses Jahres besteht, zu beobachten.

Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Sicherheit

Die gehackte Bitcoin-Börse BITPoints verspricht, ihre Kunden zu entschädigen. Das Ungewöhnliche daran: Die geprellten Kunden werden in Kryptowährungen ausgezahlt. Was ist von einer solchen Geschäftspraxis zu halten?

Angesagt

Bitcoin Suisse beantragt Schweizer Banklizenz
Regulierung

Bitcoin Suisse hat eine Schweizer Banklizenz und eine Effektenhändlerlizenz bei der Schweizer Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA beantragt. Damit will das Unternehmen ihr Produktporfolio weiter ausbauen.

Phēnix X1: Prototyp für Blockchain-Smartphone angekündigt
Mining

Mit Phēnix X1 gibt es offenbar einen ersten Prototypen für ein mining-fähiges Smartphone. Mit dem geplanten Modell soll es möglich sein, Kryptowährung zu schürfen. Außerdem wartet das Blockchain-Smartphone mit einer eigenen Krypto-Wallet auf.

Japan entwickelt offenbar „Swift“ für Bitcoin & Co.
Regulierung

Die Regierung Japans plant laut Medienberichten, ein SWIFT-ähnliches Netzwerk für den Zahlungsverkehr mit Bitcoin, Ripple, Ethereum und Konsorten zu entwickeln. Das Zahlungsnetzwerk soll unter anderem dazu dienen, Geldwäsche durch Kryptowährungen zu vermeiden.

„Bitcoin ist eine nicht aufzuhaltende Macht“ – Kongressdebatte stimmt bullish
Politik

Der Finanzausschuss des US-Kongresses tagte am gestrigen Mittwoch, dem 17. Juli, beinahe sechs Stunden. Auf der Tagesordnung standen Bitcoin, Libra & Co. Eines steht fest: Bitcoin ist auf der politischen Agenda angekommen.

Du bist Anfänger und möchtest einfach in Bitcoin & Krypto investieren? Wir empfehlen eToro!

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: