Im Visier der Bundesbehörden: FBI bittet Bitconnect-Opfer um Mithilfe

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Das Federal Bureau of Investigation (FBI) bitte Bitconnect-Opfer bei der Aufklärung der Hintergründe des Scams um Mithilfe. In einem Online-Formular können Investoren Auskunft über das Schneeballsystem geben.

Es war einer der spektakulärsten Scams in der Krypto-Geschichte: Schätzungen zufolge erleichterte das Ponzi-Schema Bitconnect (BCC) Opfer um über eine Milliarde US-Dollar – bis Anfang Januar 2018 das Texas State Security Board dem Treiben Einhalt gebot.


Dabei legte das Geschäftsmodell von Beginn an nahe, dass es sich bei BCC um ein klassisches Pyramidensystem handelte. Wer mehr als 100 US-Dollar in die Plattform einzahlte, dem winkten Renditen in Höhe von 120 Prozent. Was nach einer lohnenswerten Investition klang, stellte sich allerdings als Betrug heraus.

Schließlich war der angepriesene Trading Bot keineswegs in der Lage, die Investitionen in dem Maße zu skalieren, dass eine derart hohe Gewinnausschüttung gewährleistet werden konnte. Trotzdem notierte BCC zu Hochzeiten mit einer Marktkapitalisierung von 2,5 Milliarden US-Dollar unter den Top-20-Coins auf Coinmarketcap.

US-Behörden warnten im Januar 2018

Nach offiziellen Warnungen durch verschiedene US-Finanzbehörden kam, was kommen musste: Der BCC-Token stürzte innerhalb eines Monats von einem Kurs von 431 US-Dollar auf unter drei US-Dollar ab. Mittlerweile hat auch die letzte Exchange BCC aus dem Programm genommen.


Was bleibt, ist eine Vielzahl geprellter Anleger und bis heute andauernde Ermittlungen gegen die Betreiber der Plattform.

FBI bittet Bürger um Mithilfe

Bei der Aufdeckung der Hintergründe um BCC bittet die US-Bundespolizei Anleger nun um Mithilfe. In einer Pressemitteilung vom 20. Februar 2019 heißt es:

Das FBI sucht nach potenziellen Opfern, die in die Kryptowährung Bitconnect (BCC) investiert haben […].

Und weiter:

Wenn Sie in Bitconnect investiert haben, füllen Sie bitte einen kurzen Fragebogen aus. Ihre Antworten sind freiwillig und würden bei der bundesstaatlichen Beurteilung dieser Angelegenheit nützlich sein und Sie als BCC-Investor und/oder potenzielles Opfer identifizieren.

In dem Formular fragt das FBI Informationen wie die Höhe des Schadens, den Nutzernamen und die hinterlegte E-Mail-Adresse ab. Ferner möchte man wissen, wodurch Investoren von der Plattform erfahren haben.

Die Behörde behält sich sodann vor, Bitconnect-Opfer für weitere Befragungen zu kontaktieren.

Der Online-Fragebogen ist hier zu finden.

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