Hacker verkaufen angebliche 9/11-Dokumente für Bitcoin

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Hacker verkaufen angebliche 9/11-Dokumente für Bitcoin

Eine Hacker-Gruppe namens „thedarkoverlord“ verfügt angeblich über 16.000 Dokumente, die im Zusammenhang mit dem Angriff auf das World Trade Center stehen. Thedarkoverlord versucht mit den Daten, Bitcoin zu verdienen – bislang mit nur mäßigem Erfolg.

Bitcoin gegen brisante Dokumente – mit diesem „Geschäftsmodell“ versucht eine Hackergruppe mit dem prätentiösen Namen „thedarkoverlord“ auf Twitter ihre BTC-Wallet zu füllen. Konkret geht es dabei um eine verschlüsselte Veracrypt-Datei für die schrittweise – abhängig von der „gespendeten“ Summe – Schlüssel veröffentlicht werden sollen. Dabei handelt es sich offenbar zu einem großen Teil um Dokumente von Anwaltskanzleien und Versicherungen, die Rechtsstreitigkeiten („litigation“) der Anschläge vom 11. September 2001 betreffen. Auch die E-Mail-Korrespondenz von Regierungsbeauftragten soll Teil des Hacks sein. Die Dateien sollen nach „Brisanz“ in fünf Schritten gestaffelt sein.

Damit verbunden sind fünf Finanzierungsziele, die von 10.000 bis 2.000.000 US-Dollar reichen. Sollten die zwei Millionen US-Dollar zusammen kommen, will thedarkoverlord hochbrisante und streng vertrauliche Dokumente veröffentlichen. Zu den betroffenen Firmen zählen unter anderem die Versicherer Silverstein Properties, Hiscox und Lloyd’s of London.

Ausbeute: 0,159 BTC

Als „Teaser“ und Beweis, dass man nicht blufft, haben thedarkoverlord bereits einige Dokumente veröffentlicht, die jedoch nur teilweise die Anschläge betreffen. Diese enthalten bislang jedoch nichts, was die offizielle Version der Attacke infrage stellt. Der Twitter-Account von thedarkoverlord wurde mittlerweile gesperrt, selbiges gilt für Reddit, wo die Hacker ein AMA abhielten. Thedarkoverlord haben ihr Erpresserschreiben auf Pastebin hinterlegt.

Wer seine eigenen Nachforschungen anstellen will, kann diesem Link folgen. Allerdings ist hier höchste Vorsicht geboten. Das Schreiben enthält Links zu einem bekannten Hackerforum im Darkweb sowie zu dem Filehoster Anonfile. Es ist indes dringend davon abzuraten, sich die angebotenen Dateien ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen herunterzuladen – nicht nur aus Gründen der Cybersicherheit. Es findet sich in dem Schreiben auch eine Torrent-Datei zu einem 9/11-Archiv. Wer den Torrent herunterlädt, muss sich im Klaren sein, dass er gleichzeitig als Uploader agiert und sich damit zumindest theoretisch an der Verbreitung der gestohlenen Dokumente beteiligt, was einen Straftatbestand darstellen kann.

Wie die Financial Times am 2. Januar berichtet, hat thedarkoverlord in der Zwischenzeit auch das FBI auf den Plan gerufen.

Der Twitter-Account der Hacker ist gesperrt. Die Gruppe konnte bislang lediglich rund 0,159 BTC einsammeln. Die entsprechende Wallet hat thedarkoverlord am 3. Januar um 5:10 Uhr geleert.

Thedarkoverlord hat indes 2017 bereits versucht, Netflix zu erpressen. Als der Streaming-Anbieter den Forderungen nicht nachgekommen ist, veröffentlichten die Hacker zehn Folgen der Serie Orange is the New Black, die bis dato noch nicht ausgestrahlt wurden.

Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte weiterentwickelt – und sich wundern, warum ausgerechnet Hacker, die sich als „highly sophisticated“ bezeichnen, für ihre Erpressungstaktik ausgerechnet Bitcoin bedienen, und nicht etwa Privacy Coins, die deutlich weniger Spuren hinterlassen.

BTC-ECHO

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