Regulierung G20-Staaten legen wichtigen Grundstein für digitale Währungen

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Die G20-Staaten wollen einen neuen Maßstab für die Akzeptanz digitaler Währungen festlegen. Die Bestrebungen Chinas und Facebooks zwingen zum Handeln.

Wie das japanische Nachrichtenportal Kyodo am Wochenende gemeldet hat, möchte die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer G20 einen neuen Maßstab für die Akzeptanz digitaler Währungen festlegen. Für diesen Oktober ist bereits ein Treffen der Finanzminister der G20-Staaten in Washington D. C. anberaumt. Es wird damit gerechnet, dass die neuen Regelungen dann bereits in Kraft treten und nicht erst beim nächsten G20-Gipfel in Riyadh in Saudi-Arabien.

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Wie auf Kyodo gemutmaßt wird, reagieren die G20-Staaten mit ihren Bestrebungen unter anderem auf die Offensive Chinas, ebenfalls digitale Währungen voranzutreiben. Die digitale Währung der chinesischen Zentralbank CBDC ist derzeit noch immer in der Testphase. Auf dem online abgehaltenen 2020 Fintech Forum lieferte das frühere Vorstandsmitglied der Volksbank Chinas, Wang Zhongmin, einen Überblick über die aktuelle Situation. 

Dabei sind solche Pläne nicht neu. Zum Jahreswechsel 2019/2020 hat es erstmals aus der Europäischen Union, geheißen, dass man die Einführung eines E-Euros prüfen wolle.

G20 reagiert auf China und Facebook

Sowohl China als auch die G20-Staaten werden interessiert die Entwicklungen bei Facebook beobachten. Die Social-Media-Plattform hatte angekündigt, noch im Jahr 2020 eine eigene Kryptowährung namens Libra auf den Markt zu bringen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg plant schon länger eine Kryptowährung. Im vergangenen Herbst sind jedoch viele Kooperationspartner abgesprungen, nachdem zahlreiche Fachleute die Sicherheitskriterien bei Libra bemängelt hatten.

Facebook hat auf die Kritik reagiert und für dieses Jahr einen zweiten Anlauf angekündigt. Der große Vorteil, den Facebook besitzt, liegt auf der Hand: Mit zwei Milliarden Usern weltweit ist das Potential von Libra immens.

Bereits auf dem G20-Gipfel, der 2019 in Osaka stattgefunden hat, sind Kryptowährungen ein Thema gewesen. Die Fachleute waren sich darin einig, dass sie die Stabilität des Währungssystems nicht gefährden. Im Gegenteil kann eine gesunde Entwicklung von Kryptowährungen sogar helfen, die Wirtschaft eines Landes zu stärken. Allerdings waren sich die Finanzminister darin einer Meinung, dass globale Stable Coins durchaus mit Vorsicht zu genießen seien und strengeren regulatorischen Vorschriften bedürften. Daher darf man mit Spannung auf den G20-Finanzgipfel im Oktober warten. Schließlich ist davon auszugehen, dass die Facebook-Währung Libra auch im G20-Währungsraum angeboten wird. Ein Ziel der Minister wird es sicherlich sein, konkrete Regularien zu erarbeiten, um Geldwäsche zu verhindern. Auch der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung wollen die Verantwortlichen Vorschub leisten.

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