Hintergrund: Chinesische Zentralbank plant weitere Schritte gegen den Krypto-Handel

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Die chinesische Zentralbank hat zum wiederholten Mal eine schärfere Kontrolle des chinesischen Krypto-Marktes angekündigt. Die aktuelle Ankündigung schlägt hohe Wellen und könnte auch Auswirkungen auf die jüngsten Kursentwicklungen gehabt haben. Wir schauen noch einmal, was genau auf dem Spiel steht.

Früher am heutigen Tag krachte der Krypto-Markt brutal zusammen, die Kurse fielen beinahe durchgängig im zweistelligen Bereich. Wie BTC-ECHO heute Morgen bereits berichtete, ging die gesamte Marktkapitalisierung auf 560 Milliarden US-Dollar runter, der Bitcoin – als prominenteste Kryptowährung – kam mit seinem Ein-Monats-Tief noch vergleichsweise glimpflich davon.

Eine große Schuld an der negativen Entwicklung wird – mal wieder – der Volksrepublik China zugeschrieben. So ist jetzt herausgekommen, dass die chinesische Zentralbank PBoC offenbar plant, den Handel von und mit Kryptowährungen in der Volksrepublik noch weiter einzugrenzen als dies bisher bereits geschehen ist. Laut einem Memo aus einer Sitzung von Vertretern der Zentralbank, Regulierern und weiteren politischen Entscheidungsträgern in der vergangenen Woche geht hervor, dass die Regierung weiterhin vorhat, die Ausbreitung von Kryptowährungen einzudämmen und Risiken zu minimieren.

Dazu soll das Verbot, das in China bereits Initial Coin Offerings (ICO) und in China sitzende Krypto-Börsen umfasst, auf den gesamten Handel mit Kryptowährungen ausgeweitet werden. Eine solche Ausweitung würde auch individuelle oder institutionelle Marktmachtträger, zentralisierte Handelsplattformen oder Wallet-Anbieter umfassen. Auch die Teilnehmer des Krypto-Ökosystems, die bisher nicht von den Verboten in China betroffen waren, werden also ins Visier genommen. Peer-to-Peer-Transaktionen kleiner Anleger hingegen sollen unangetastet bleiben.

Die Kurse reagierten prompt auf die Meldung. Dies lässt vermuten, dass vor allem chinesische marktmächtige Einzelpersonen und institutionelle Anleger ihr Marktkapital abgezogen haben – aus Angst vor einer härteren Regulierung. Dadurch wird deutlich, dass die Relevanz des chinesischen Marktes für die Stabilität des Krypto-Ökosystems nach wie vor nicht zu vernachlässigen ist. Zwar hat sich das Gewicht nach ICO-Verbot und Schließung der Exchanges nach und nach von China zu den ostasiatischen Nachbarn Korea und vor allem Japan verschoben, entgegen der Befürchtungen blieb der Handel mit Kryptowährungen in der Volksrepublik jedoch weitestgehend intakt, unter anderem durch den Umzug der wichtigsten Exchanges nach Hongkong.

Ob es tatsächlich zu den angedachten Maßnahmen kommt, ist jedoch noch gar nicht endgültig beschlossen, schließlich handelt es sich lediglich um eine Wiedergabe der Gedankenspiele der Zentralbank. Ob diese Gedankenspiele wiederum den Handel in China weiter lahmlegen könnten, ist ebenfalls noch nicht gesagt.

BTC-ECHO

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