Chinesische Zentralbank droht mit ICO-Verbot

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Chinesische Zentralbank droht mit ICO-Verbot

Berichten zufolge erwägt die Chinesische Zentralbank (PBOC) alle ICOs in dem Land auszusetzen, sollte der Gesetzgeber „hohe Risiken“ für Konsumenten entdecken. Offenbar sollen bereits erste Maßnahmen geprüft werden.

Laut den chinesisschprachigen Magazin Tencent Finance sollen sich bereits am 18. August Vertreter der chinesischen Zentralbank, der Börsenaufsicht, der Kommission für Bankenregulierung und weitere Regulierer getroffen haben, um verschiedene regulatorische Optionen auszuloten. So sollen die Größe von ICOs eingeschränkt, die Offenlegung von Informationen verstärkt und ICOs zukünftig von staatlicher Seite geprüft und genehmigt werden. Falls von Seiten der Regulierer erhebliche Bedenken vorliegen, steht sogar die Möglichkeit eines Komplettverbots von ICOs in China im Raum.

Bisher ist der Markt für Kryptowährungen in China noch gänzlich unreguliert. Die Abwesenheit einer autorisierenden Stelle führt dazu, dass überall und zu jeder Zeit quasi ICOs im luftleeren Raum geschaffen werden können, ohne dass dahinter ein nachhaltig geplantes, auf der Blockchain basierendes Projekt steht. Dies könnte in der Tat Risiken für potentielle Investoren bergen.

Auf der anderen Seite erlebt der asiatische Markt, angeführt von China, derzeit einen regelrechten ICO-Boom, und bildet den zurzeit wachstumsstärksten Krypto-Markt der Welt. Ob es angesichts dieser Zahlen wirklich zu einem ICO-Komplettverbot kommen wird, ist daher höchst fraglich. Als ausgemacht gilt jedoch, dass die chinesischen Regulierer ihre Aufgabe äußerst ernst nehmen werden, um ein Mindestmaß an Struktur in den bisher extrem unübersichtlichen und chaotischen chinesischen Kryptomarkt zu bringen.

Damit reiht sich die Volksrepublik ein in die Riege von Staaten, die jüngst regulativ tätig geworden sind und Richtlinien für eine stärkere Kontrolle des ICO-Marktes herausgegeben haben, etwa die USA, Südkorea, Kanada oder Singapur.

BTC-ECHO

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