China: Zentralbank ist bereit für eigene Kryptowährung

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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China bekommt Zentralbankengeld

Quelle: Shutterstock

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Die chinesische Zentralbank ist bereit für ihre eigene Kryptowährung. Das verkündete ein Mitarbeiter der Bank am 10. August. Der Prototyp für den chinesischen Zentralbankencoin existiert bereits.

Laut Medienberichten wird die chinesische Zentralbank bald ihre eigene Kryptowährung herausgeben. Der digitale Zentralbankencoin aus China soll demnach teilweise auf der Blockchain-Technologie basieren. Der Testbetrieb sei bereits gestartet. Wie man dem Bericht weiter entnehmen kann, arbeite die chinesische Zentralbank seit dem Jahr 2014 an der Entwicklung einer eigenen Kryptowährung.


Geplant sei, die digitale Zentralbankwährung auf zwei Ebenen auszubreiten. Zum einen sei die Nutzung für die Zentralbank selbst vorgesehen. Die zweite Ebene stellt dann die Nutzung durch kommerzielle Banken dar. Durch die Unterbreitung eines digitalen Zentralbankengelds will man zudem eine breitere Nutzung der Technologie fördern. Die Blockchain-Technologie dürfe hier jedoch noch einen anderen Reiz ausüben. Durch ihre Transparenz und Pseudonymität macht sie Zahlungsströme übersichtlicher. Dadurch bekommen Behörden letztlich einen besseren Überblick über die nationalen Finanztransaktionen.

China und die Blockchain-Technologie

Die Blockchain-Industrie in China wächst – jedoch nur oberflächlich. Tatsächlich ist es so, dass über 70 Prozent der Blockchain-Unternehmen in China noch von staatlichen Subventionen abhängig sind. Dennoch gibt es in dem kommunistisch geführten Land insgesamt 22 Industrieparks, die sich der (Weiter-)Entwicklung der Blockchain-Technologie widmen. 80 Prozent davon existieren erst seit zwei Jahren – es handelt sich hier also um ein junges Feld.

Die Entwicklung konzentriert sich vor allem auf die Küstengebiete und Sonderwirtschaftszonen im Süden und Osten des Landes. Mehr als die Hälfte der Blockchain-Hubs werden von den Industriemetropolen Hangzhou, Guangzhou und Shanghai beherbergt.

In der Vergangenheit hatte China außerdem mit illegalem Bitcoin-Mining zu kämpfen. Wie wir am 16. Juli berichteten, gelang chinesischen Behörden hier ein Schlag gegen illegale Bitcoin-Miner. Die Mining-Aktivitäten waren wegen eines erhöhten Stromverbrauchs aufgeflogen. Dabei wurden mehr als 20 Personen verhaftet. Den Dieben wird vorgeworfen, Strom im Wert von rund 20 Millionen Yuan (knapp 2,9 Millionen US-Dollar) gestohlen zu haben. In diesem Zuge beschlagnahmten die Behörden laut Berichten fast 4.000 Mining-Geräte.

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