Lage am Mittwoch Bitcoin-Kurs (BTC): Warten auf das Beben

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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eine sanduhr im sand

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in Lauerstellung. Wie ist es um das Ökosystem bestellt? Die Lage am Mittwoch.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) bewegte sich in den letzten Tagen und Wochen mit kleineren Ausrutschern zwischen der 9.000 und der 10.000 US-Dollar-Marke. Doch letztere, so schien es, war zum (fast) unüberwindbaren Widerstand für die Krypto-Leitwährung geworden. Dem Titel als „wichtige psychologische Marke“ macht sie dabei alle Ehre – Hodler und Trader scheinen immer kurz vor der 10.000 US-Dollar-Marke zu verkaufen. Die Folge: Der Bitcoin-Kurs schaffte es seit Februar nicht mehr, die Marke zu durchbrechen.

Wie man im Jahreschart ablesen kann, konnte der Bitcoin-Kurs die 10.000er-Marke zuletzt am 18. Februar überwinden. Direkt danach kam es jedoch zum Corona-Crash, bei dem sich der gesamte Krypto-Markt von der internationalen wirtschaftlichen Schieflage nach unten reißen ließ. Seitdem konnte die Kryptowährung zwar einen Großteil der Verluste wieder aufholen. Doch Bullenstimmung konnte bisher nicht aufkommen.

Und das, obwohl sich der Angebotsnachschub bei BTC erst kürzlich verknappt hat. Das so genannte Halving, bei dem sich der BTC-Nachschub in der vergangenen Woche von 12,5 auf 6,25 BTC pro erfolgreich geschürften Block verkürzt hatte, hatte bis jetzt keine größeren Einwirkungen auf den Kurs. Warum das so ist? Erklärt Sven im Video.


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Doch was hindert die Kryptowährung daran, auszubrechen? Ein Blick auf das Ökosystem hilft, die aktuelle Lage am Krypto-Markt einzuschätzen.

Die Weichen sind gestellt

Es ist ein Mantra, das die Krypto-Community stets verfolgt: Für steigende Kurse braucht es vor allem die Adaption von Kryptowährungen, also ihre Verwendung durch die breite Masse. Und in diese Richtung werden die Weichen mit jedem Tag ein bisschen mehr gestellt. So wurde etwa erst gestern bekannt, dass ausgerechnet der Zahlungsgigant Visa BTC & der Krypto-Welt bald zu mehr Anklang verhelfen könnte. Das Schweizer Start-up Edoo kündigte demnach an, mit einer Krypto-Kreditkarte die Möglichkeit, BTC-Zahlungen zu akzeptieren, in Zusammenarbeit mit VISA an 40 Millionen Händler weltweit tragen könnte.

Auch der Bekanntheitsgrad des Ökosystems dürfte sich mit der Zeit weiter steigern. Bereits vergangene Woche erreichte uns in diesem Zusammenhang die Meldung, dass die argentinische Fußballlegende Diego Maradona ihren Weg auf die Blockchain gefunden hat. Dort lässt sich der digitale Maradona im Rahmen von Fantasy Football sammeln und tauschen. Direkten Einfluss auf den Bitcoin-Kurs dürften solche kleinen Ereignisse kaum haben. Dennoch wird die Bekanntheit von Kryptowährungen und der Blockchain-Industrie durch solche kleinen Schritte weiter wachsen – was letztlich dem gesamten Krypto-Martk zuträglich ist.

Krypto-Adaptionssignale erreichten uns außerdem vom afrikanischen Kontinent. Laut einer aktuellen Studie von Arcane Research mausere sich Afrika zum Krypto-Kontinent. Vor allem die Möglichkeit, grenzüberschreitende Überweisungen mit Bitcoin & Co. durchzuführen, sei für die Menschen dort von Interesse. Dennoch: Ganz ausgereift ist die Sache nicht. Denn wie man dem Report ferner entnehmen kann, steht der prinzipiellen Bereitschaft ein (noch) unfruchtbarer technologischer Boden gegenüber: Für eine flächendeckende Krypto-Adaption fehlt es zur Zeit noch an der richtigen Infrastruktur.

Solche Beispiele sind es, die uns zeigen: Die Weichen sind zwar gestellt. Bitcoin und das Krypto-Ökosystem brauchen jedoch wohl noch etwas Zeit, um aus den zu klein gewordenen Kinderschuhen herauszuwachsen. Dann klappt’s auch mit dem Bitcoin-Kurs.

Abseits vom Bitcoin-Kurs: Was sonst noch wichtig ist

Auch Abseits vom Bitcoin-Kurs-Geschehen gibt es derzeit Themen, die die Szene bewegen. Gestern etwa kam eine weitere Nachricht ans Licht, die Zweifel an der Integrität des selbsternannten Bitcoin-Erfinders Craig Wright bestärkten. Laut einem BTC-Schürfer aus Anfangstagen und dem Krypto-Guru Andreas Antonopolous dürfen die Besitzansprüche von „Faketoshi“ auf den Tulip Trust bezweifelt werden.

Die Regierung in China arbeitet indes fleißig daran, sich eine Vormachtstellung im internationalen ökonomischen Wettrüsten zu erbeuten. Mit der geplanten innerstaatlichen digitalen Zentralbankwährung will die Kommunistische Partei nichts weiter, als die Hegemonie des US-Dollars ins Wanken bringen. Kürzlich warnte US-Bank JP Morgan davor, diese Vorstöße auf die leichte Schulter zu nehmen.

Das Weltwirtschaftsforum hat unterdessen die Blockchain-Technologie auf die Agenda gesetzt. Um einer breiteren Verwendung der Technologie möglichst wenig in den Weg zu legen, plant das Forum unter anderem, ein Netzwerk aus verschiedenen Interessensverbänden ins Leben zu rufen.

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