Neues Allzeithoch Bitcoin-Kurs knackt die 26.000-US-Dollar-Marke – Das sind die Gründe
Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin-Kurs durch grüne Ampel repräsentiert

Quelle: Shutterstock

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Der Bitcoin-Kurs hat nicht nur ein neues Allzeithoch von über 26.000 USD erreicht, sondern auch die psychologisch wichtige Marke von 25.000 US-Dollar geknackt. Selbst an den sonst eher ruhigen Feiertagen, wo eher wenig getradet wird, kennt der Bitcoin-Kurs kein Halten mehr. Warum der Druck gen Norden aktuell so hoch ist.

In den Morgenstunden zum zweiten Weihnachtsfeiertag war es soweit. Für nur wenige Sekunden konnte der Bitcoin-Kurs kurz die 25.000-US-Dollar-Marke berühren. Im Tagesverlauf konnte der Kurs noch einmal deutlich nachlegen und steht nun zu Redaktionsschluss bei 26.447 US-Dollar. Ein beindruckendes Plus, bedenkt man, dass der Kurs Anfang Dezember noch bei 18.000 US-Dollar vor sich hin pendelte. In der nun zweiten Dezemberhälfte hat der Bitcoin-Kurs nochmal zur finalen Weihnachtsendrallye angesetzt, wie der Chart zeigt:

Druck von institutionellen Investoren lässt nicht nach


Wie schon oft erläutert, ist die Bitcoin-Rallye im letzten Quartal 2020 primär den institutionellen Investoren geschuldet. Es ist also nicht in erster Linie das Geld von Privatpersonen, das in den Markt drängt, sondern das von Unternehmen, Hedgefonds, Fondsgesellschaften etc.

Wie auch im traditionellen Finanzsektor bestimmen diese professionellen Player wie sich die Kurse entwickeln. So hat nicht nur der Nasdaq-Konzern Microstrategy für weitere 650 Millionen US-Dollar Bitcoin gekauft, wie der CEO Michael Saylor am 21. Dezember via Twitter bekanntgab, sondern auch mehrere traditionelle Investmenthäuser.

So wäre hier unter anderem der amerikanische Versicherungskonzern MassMutual zu nennen, der für 100 Millionen US-Dollar kürzlich Bitcoin erworben hat, genauso wie der Hedgefonds Guggenheim, der bis zu 10 Prozent seines fünf Milliarden Fonds in BTC investiert. Praktisch täglich kommen neue Großinvestoren hinzu, die im zwei- oder dreistelligen Millionenbereich Bitcoin, aber auch andere Kryptowährungen erwerben. Verstärkt wird dieser Trend dann auch noch von den Privatanlegern, die ebenfalls wieder verstärkt auf den Krypto-Zug aufspringen.

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Bitcoin-Kurs: Wie geht es weiter

Es ist kein Geheimwissen, dass auch in 2021 viele weitere institutionelle Investoren in den Krypto-Markt drängen werden. Da die Marktkapitalisierung des Krypto-Marktes nach wie vor im Vergleich zu anderen Assetklassen gering ist, dürften diese Kapitalzuflüsse auch weiterhin für Unterstützung bei den Kryptowährungen sorgen.

Besonders interessant ist hier das Wachstum klassischer Wertpapier-Verbriefungen. Diese ermöglichen es auch Anlegern ohne Wallet und der Bereitschaft Token zu halten in Bitcoin und Co. einzusteigen. So wurden in den letzten Wochen einige neue “Bitcoin-Wertpapiere” wie Exchange Traded Notes (ETNs) herausgeben. Dabei reicht das klassische Wertpapierdepot, um am Bitcoin-Kurs partizipieren zu können. Auch dies dürfte auf Privat- wie institutioneller Ebene als ein positives Zeichen gewertet werden können.

Bitcoin hat mit der Jahresendrallye ein deutliches Zeichen gesetzt: Die Kryptowährung, die einst nur Geeks und Nerds zugeschrieben wurde, ist erwachsen geworden und findet ihren Weg in den institutionellen Sektor mit einer breiten Massenakzeptanz. Was aber sind die Themen, die neben der reinen Bitcoin-Kursentwicklung 2021 auf der Agenda stehen? Was untermauert die jüngste Kursrallye und welche Hürden gibt es für Bitcoin und den Kryptosektor zu meistern? Welche Krypto- und Blockchain Trends (auch abseits von Bitcoin) werden das Jahr 2021 bestimmen? Wir haben euch die Top Trends für das Jahr 2021 in der aktuellen Dezember-Ausgabe vom Kryptokompass Magazin zusammenfasst.

BTC-ECHO-Leser hatten den richtigen Riecher

Dass unsere Leserinnen und Leser ein gutes Gespür für den Kurs haben, beweist unser Screenshot zur Opinary-Umfrage, die vor über einer Woche auf unserer Seite geschaltet war. Dort haben wir gefragt, ob der Bitcoin-Kurs noch dieses Jahr auf über 25.000 US-Dollar steigt. Von den über 8.500 Teilnehmern haben immerhin 76 Prozent mit JA geantwortet und damit Recht behalten. Die Erwartungen wurden mit aktuell >26.000 USD pro Bitcoin sogar deutlich übertroffen.

In diesem Sinne wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern auch für 2021 ein weiterhin so gutes Gespür.

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