Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC) greift nach 14.000 US-Dollar

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

Bitcoin-Münze vor einer Chart

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Nur knapp hat Bitcoin die nächste Tausendermarke an seinem Geburtstag verfehlt, während die Hash Rate weiter fällt und sich der aufgeheizte DeFi-Markt abkühlt. Das Marktupdate.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) hat in den gestrigen Abendstunden erneut die Marke von 14.000 US-Dollar gestreift, prallte aber zunächst knapp am Widerstand ab. Auf Wochensicht liegt die Krypto-Leitwährung mit 4 Prozent im Plus und wird zu Redaktionsschluss bei 13.550 US-Dollar gehandelt.


Am Samstag, den 31. Oktober, pünktlich zum zwölften Jahrestag des Bitcoin White Papers, kletterte die größte Kryptowährung auf 13.930 US-Dollar und verfehlte somit nur knapp die nächste Tausendermarke. Doch auch wenn es für einen substanziellen Angriff auf die 14.000-Marke zunächst nicht reichen sollte, hat sich Bitcoin zum Geburtstag selbst ein Geschenkt gemacht und den höchsten Wechselkurs seit Januar 2018 erreicht.

Der rasante Aufstieg der größten Kryptowährung veranschaulicht sich eindrücklich im Vergleich der einzelnen Geburtstagswerte. In nur zehn Jahren ist der Bitcoin-Kurs von 0,2 auf 13.790 US-Dollar gestiegen und zementiert damit seinen Thron als bestes Investment des 21. Jahrhunderts.

DeFi-Markt kühlt sich ab

Kaum ein Trend hat dem Krypto-Jahr 2020 derart den Stempel aufgedrückt, wie der Bereich dezentraler Finanzen (DeFi). Dass sich der zuletzt aufgeheizte Markt angesichts des rasanten Wachstums zurzeit etwas abkühlt, wundert nicht.

Am 25. Oktober erreichte der Total Value Locked (TVL) laut Defipulse mit 12,46 Milliarden US-Dollar ein neues Allzeithoch. Zum Vergleich: Noch Anfang Juni lag der Gesamtwert aller in DeFi-Anwendungen eingebunden Token knapp über einer Milliarde US-Dollar. In nicht einmal fünf Monaten hat sich der Markt um mehr als 11 Milliarden US-Dollar aufgebläht.

Die steile Wachstumskurve der letzten Monate zeigt nun aber erste Risse. Mit einem TVL von knapp 11 Milliarden US-Dollar am 31. Oktober lag die DeFi-Kapitalisierung erstmals seit dem DeFi-Hype gegen Monatsende niedriger als noch zu Monatsbeginn.

In Anbetracht des raschen Wachstums in jüngerer Zeit, könnte sich mit dem Kapitalabfluss eine Trendwende abzeichnen. Dass sich der Markt möglicherweise im Umbruch befindet, zeigt sich bei der hohen Schwankungsbreite der letzten 24 Stunden. Laut Defipulse ist der TVL in der Nacht von Sonntag auf Montag auf 8,48 Milliarden US-Dollar gestürzt, binnen acht Stunden aber wieder um knapp drei Milliarden US-Dollar auf 11,29 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Von den derzeitigen Entwicklungen am Markt noch unbeeindruckt, steigt der Marktanteil von Bitcoin in DeFi weiter an. Mit über 167.000 Bitcoin, die in tokenisierter Form ihre Repräsentierung auf der Ethereum Blockchain gefunden haben, beläuft sich das Gesamtvolumen bei aktuellen Wechselkurs auf über 2,2 Milliarden US-Dollar. Mit einem Anteil von 70 Prozent werden die meisten Bitcoin über Wrapped Bitcoin (WBTC), einem 1:1 durch Bitcoin gedeckten Stable Coin, an das DeFi-Ökosystem angeschossen.

Bitcoin Hash Rate kracht ein

Die Bitcoin Hash Rate setzt ihren Sturzflug fort und ist Blockchain.com zufolge mit aktuell 107.6 EH/s auf ein Viermonatstief gerutscht.

Noch vor knapp zwei Wochen erreichte die gesamte ins Bitcoin-Netzwerk gespeiste Rechenleistung am 18. Oktober mit 146.68 EH/s ein Allzeithoch. Seither ist die Hash Rate um 26 Prozent eingebrochen.

Ein Grund für den Fall ist das Ende der chinesischen Regenzeit. Während der Monsunzeit drücken Wasserkraftwerke die Strompreise, vor allem in der Mining-Hochburg Sichuan. Miner können ihre energiehungrige Hardware während dieses Zeitraums verhältnismäßig günstig betreiben.

Durch das Ende der Regenzeit sind Miner nun gezwungen, ihre Geräte wieder andernorts anzuschließen. Die Hash Rate dürfte in dieser Übergangszeit folglich noch auf einem niedrigen Niveau verharren.

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