Markupdate Bitcoin-Kurs (BTC): Droht ein zweiter Corona-Crash?

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Durch das Billionen-Loch im US-Haushalt, das jüngst Rekordwerte erreichte, könnte der Bitcoin-Kurs bald unter Druck geraten.

Der Bitcoin-Kurs notiert mit 9.137 US-Dollar 1 Prozent unter seinem Vortagesniveau. Im Wochenverlauf muss die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung somit ein Minus von 1,45 Prozent verkraften. Im 30-Tagestrend verzeichnet das Digital-Asset ein Minus von 4,44 Prozent.

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Aktuell sorgt eine anhaltende Korrektur der Dominanz der Krypto-Leitwährung dafür, dass der Gesamtmarkt und somit auch der Bitcoin-Kurs keinen Ausbruch verzeichnen können. Denn der Gesamtmarktkapitalisierung ist es bisher nicht gelungen, den blauen Seitwärtskanal per Tagesschluss zu durchbrechen. Erst wenn es hier weiter nach oben geht, könnte auch der Bitcoin-Kurs weiter anziehen.

Das Bullenlager müsste es nun schaffen, die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen nachhaltig über die 269 Milliarden US-Dollar zu durchbrechen, um Bewegungen Richtung Norden möglich zu machen. Damit befindet sich der Markt aktuell am Scheidepunkt – die Marktkapitalisierung liegt zu Redaktionsschluss bei knapp 269,3 Milliarden US-Dollar. Nach unten ist die Gesamtmarktkapitalisierung durch die Unterstützung von 246 Milliarden US-Dollar abgesichert. Sollte es tiefer gehen, wird es kritisch, auch für den Bitcoin-Kurs. Dann wären Abwärtsbewegungen auch unter 8.500 US-Dollar möglich. Sollte sich die Lage in den USA indes verschlimmern, wären hier auch größere Verluste möglich.

Billionenloch in US-Haushalt auf Rekordhoch

Laut einem Newsletter von Delphi Digital haben die Staatsausgaben im „Land of the free“ im Zuge von Covid19 erst kürzlich das Allzeithoch von 1,1 Billionen US-Dollar geknackt. Das monatliche Defizit im Staatsbudget für den Monat Juni sei damit auf 864 Milliarden US-Dollar gefallen – das schlimmste in der Geschichte der USA. Im ersten Halbjahr 2020 liegt das Defizit damit bei 2,7 Billionen US-Dollar. Was erschwerend hinzu kommt: Die US-Wirtschaft wird massive Probleme bekommen, dieses Loch wieder zu füllen – allein in den letzten 5 Monaten mussten 65.000 US-Unternehmen ihr Geschäft an den ohnehin schon abgewetzten Nagel hängen. Erst kürzlich warnte der Internationale Währungsfonds laut Bloomberg davor, dass sich diese Zahl noch verdreifachen könnte. Doch auch jene Unternehmen, die aktuell überlebt haben, müssen kämpfen – die Einnahmen sinken, die Arbeitslosigkeit steigt.

Druck auf den Bitcoin-Kurs

Kurzum: Es sieht nicht gut aus für die US-Wirtschaft. Das könnte schließlich auch Druck auf den Bitcoin-Kurs und den Krypto-Markt ausüben. Schließlich stammt ein nicht unwesentlicher Anteil der Bitcoin-Trader aus den Staaten. Sollten auch diese von der wirtschaftlichen Schieflage erfasst werden, könnten hier – ähnlich wie bereits im März geschehen – größere Abverkäufe anstehen. Beim so genannten „Schwarzen Donnerstag“ war der Krypto-Markt von der Panik an den internationalen Finanzmärkten erfasst worden, der Bitcoin-Kurs war im Zuge großer Abverkäufe unter 4.000 US-Dollar gerutscht.

Andererseits könnte sich die Kryptowährung auch als das profilieren, für das sie eigentlich steht: Eine Alternative zum inflationär ausgelegten Fiat-Geld-System. Sollten sich mehr und mehr Menschen hier nach Alternativen umsehen und die Vorteile einer dezentralen Kryptowährung für sich entdecken, könnte das auch einen Boost für den Bitcoin-Kurs bedeuten.

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