Frei Parken 69.370,22 Bitcoin liegen in Wallet zur freien Verfügung

Alexander Leyde

von Alexander Leyde

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Alexander Leyde

Alexander absolvierte seinen Bachelor in Geschichte, Politik und Soziologie in Würzburg, bevor er in Heidelberg mit dem Geschichts-Masterstudium beginnen wird. Bei BTC-ECHO möchte er sich mit den gesellschaftlichen Implikationen der Blockchain-Technologie auseinandersetzen.

Monopoly-Spielfigur steht auf Frei Parken.

Quelle: Shutterstock

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Die siebtgrößte Bitcoin Wallet enthält 69.370,22 Bitcoin – wer sie öffnet, würde sehr reich werden. Hacker versuchen sich deshalb seit zwei Jahren an ihrer Öffnung. Darin sind sie bisher noch erfolglos, aber Alon Gal hat eine neue Idee: Quantencomputer.

Seit gut zwei Jahren versuchen Hacker und andere Schatzsucher immer wieder ihr Glück, die Wallet mit Bitcoin für umgerechnet 762 Millionen US-Dollar zu hacken. Offenbar gestaltet sich dies jedoch als sehr schwierig: Die im Internet angebotene Datei wallet.dat, auf der die Bitcoin angeblich zu finden sind, ist mit einem langen Passwort geschützt. Die Datei soll den Private Key enthalten, den man für den Zugriff auf die Coins braucht. Zusätzlich schützen zwei Algorithmen vor einem unbefugten Zugang. Diese Vorrichtungen machen es quasi unmöglich, die Wallet zu hacken. Die Hash-Funktionen zu entschlüsseln gilt als nicht möglich. Es dauert schlichtweg zu lange, Hacker würden nicht mehr zu Lebzeiten von ihrem Erfolg profitieren.

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Das Problem der zeitaufwendigen Entschlüsselung wird möglicherweise bald der Vergangenheit angehören. Hochleistungsfähige Quantencomputer sollen so leistungsfähig sein, dass sie die Rechenpower heutiger Computer in den Schatten stellen. Vereinfacht gesagt, berechnen sie mehrere Ergebnisse gleichzeitig, statt die Probleme wie ein herkömmlicher Rechner nacheinander zu bearbeiten. Alon Gal, Chief Technology Officer der Cyber-Kriminalitäts-Firma Under the Breach, will den Zugriff auf die Bitcoin auf diese Weise lösen.

Googles Quantencomputer soll ein Problem, das ein heutiger Computer in 10.000 Jahren gelöst hätte, in 03:20 Minuten berechnet haben. IBM entgegnete, die 10.000 Jahre seien zwar eine medienwirksame Zahl, aber letztlich an den Haaren herbeigezogen; stattdessen sollen es nur 2,5 Tage sein. Dennoch zeigt dies, wozu solch ein Computer prinzipiell in der Lage wäre. Also auch für das Knacken von Codes?

Der Krypto-Experte Peter Todd glaubt nicht daran. Er bezeichnet Googles Quantencomputer als primitiv. Weitere Personen ließen verlauten, dass Quantencomputer für andere Arten von Rechnungen entwickelt wurden. Das Umkehren von Hashwerten, das nicht möglich sein soll, sei also auch für die Supercomputer eine unmögliche Aufgabe.

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Malt man den Teufel an die Wand, könnten Quantencomputer also das schleichende Ende des Krypto-Marktes einleiten, so manche pessimistischen Beobachter. Verlieren Anleger sodann das Vertrauen in die digitale Währung, so wäre der Zusammenbruch des Marktes die Folge.

Werden Quantencomputer jedoch überhaupt so schnell, dass sie den Bitcoin-Transaktionsprozess untergraben? Bisher ist das noch Zukunftsmusik. Solange niemand einen neuen Entschlüsselungs-Algorithmus für die Hashwerte findet, bleibt Bitcoin sicher. Zudem sind Quantencomputer sowohl in der Entwicklung als auch im Unterhalt teuer – bis sie zum Standard werden, vergehen noch ein einige Jahre.

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