Larry Fink

Wer ist Larry Fink?

  Person

Larry Fink ist CEO und Mitgründer von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von über zehn Billionen US-Dollar. Der 1952 in Kalifornien geborene Finanzmanager wurde zu einer der treibenden institutionellen Kräfte hinter der Zulassung der ersten Bitcoin-Spot-ETFs in den USA. Sein öffentlicher Sinneswandel von einem Bitcoin-Skeptiker zu einem der bekanntesten Fürsprecher digitaler Assets zählt zu den meistbeachteten Entwicklungen im institutionellen Finanzwesen der letzten Jahre.

Vollständiger Name
Laurence Douglas Fink
Geboren
2. November 1952, Van Nuys, Kalifornien
Staatsangehörigkeit
US-amerikanisch
Unternehmen
BlackRock
Funktion
CEO und Mitgründer
BlackRock gegründet
1988

Werdegang

  • 2. November 1952: Laurence Douglas Fink wird in Van Nuys, Kalifornien, geboren.
  • 1974: Abschluss in Politikwissenschaft an der University of California, Los Angeles (UCLA). 1976 folgt der MBA an der UCLA Anderson School of Management.
  • 1976–1988: Fink beginnt seine Karriere bei First Boston und wird zu einem der Pioniere hypothekenbesicherter Wertpapiere in den USA. Ein Handelsfehlschlag von rund 100 Millionen US-Dollar im Jahr 1986 schärft seinen Blick für Risikomanagement und motiviert ihn, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
  • 1988: Fink gründet BlackRock gemeinsam mit sieben Partnern in New York. Das Unternehmen legt von Beginn an einen Schwerpunkt auf institutionelles Risikomanagement.
  • 2017: Fink bezeichnet Bitcoin öffentlich als “Index der Geldwäsche” und lehnt Engagements in Kryptowährungen ab.
  • Juni 2023: BlackRock stellt einen Antrag auf Zulassung des iShares Bitcoin Trust (IBIT) bei der US-Wertpapieraufsicht SEC. Der Schritt markiert Finks Positionswechsel zu Bitcoin.
  • 10. Januar 2024: Die SEC genehmigt elf Bitcoin-Spot-ETFs gleichzeitig. IBIT gehört von Beginn an zu den meistgekauften Produkten und zieht binnen weniger Wochen Milliarden US-Dollar an.

Vom Bitcoin-Skeptiker zum institutionellen Fürsprecher

Lange war Larry Finks Haltung zu Bitcoin eindeutig ablehnend. 2017 nannte er die Kryptowährung einen Indikator für Geldwäsche und schloss ein Engagement von Wall Street aus. In den folgenden Jahren änderten sich die Rahmenbedingungen. Institutionelle Anleger zeigten wachsendes Interesse an digitalen Assets, und regulatorische Entwicklungen machten Engagements denkbarer. Finks Haltung wandelte sich schrittweise. Er beschrieb Bitcoin zunehmend als “Flucht in Qualität”, vergleichbar mit Gold, und als internationales Asset, das unabhängig von einzelnen Staaten oder Währungen existiere. Diese Neubewertung war für den Markt kein akademisches Signal: BlackRock verwaltet mehr Vermögen als jeder andere Vermögensverwalter weltweit, und die Positionierung seines Chefs beeinflusst Kapitalflüsse entsprechend.

Der iShares Bitcoin Trust und seine Wirkung auf den Markt

Mit der Einreichung des Antrags für den iShares Bitcoin-Spot-ETF im Juni 2023 setzte BlackRock ein deutliches Signal an die Finanzbranche. Zuvor hatte die SEC zahlreiche ETF-Anträge anderer Anbieter abgelehnt. Die Marktresonanz auf BlackRocks Antrag war erheblich, denn das verwaltete Vermögen des Unternehmens verleiht seinen Schritten besonderes Gewicht. Am 10. Januar 2024 genehmigte die SEC elf Bitcoin-Spot-ETFs auf einmal. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) entwickelte sich zu einem der am schnellsten wachsenden ETFs in der Geschichte des amerikanischen Finanzmarktes. Das Produkt öffnete einen neuen Zugang für Anleger, die Bitcoin über regulierte Vehikel kaufen wollen, ohne selbst Kryptowährungen verwahren zu müssen.

Tokenisierung realer Vermögenswerte und Ethereum-Engagement

Parallel zum Bitcoin-Engagement trieb BlackRock unter Finks Führung die Tokenisierung realer Vermögenswerte voran. Im März 2024 lancierte das Unternehmen den BlackRock USD Institutional Digital Liquidity Fund (BUIDL) auf der Ethereum-Blockchain. Der Fonds ist für institutionelle Anleger zugänglich und gilt als Meilenstein im Bereich tokenisierter Real World Assets (RWA), also digitalisierten Finanzinstrumenten auf einer öffentlichen Blockchain. Im Mai 2024 stellte BlackRock auch einen Antrag für einen Ethereum-Spot-ETF. Die SEC genehmigte diese Produkte ebenfalls im Jahr 2024. Für Fink sind digitale Assets damit kein Nischenthema mehr, sondern Teil des regulären Angebots institutioneller Vermögensverwaltung.

Häufige Fragen zu Larry Fink

Wer ist Larry Fink?

Larry Fink ist CEO und Mitgründer von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter. Er wurde am 2. November 1952 in Van Nuys, Kalifornien, geboren. Als eine der treibenden Kräfte hinter der Zulassung der ersten Bitcoin-Spot-ETFs in den USA wurde er zur zentralen Figur bei der institutionellen Öffnung des Kryptomarktes.

Was ist BlackRock?

BlackRock ist der weltweit größte Vermögensverwalter mit Sitz in New York. Das Unternehmen wurde 1988 von Larry Fink und sieben weiteren Partnern gegründet. Es verwaltet ein Vermögen von über zehn Billionen US-Dollar und bietet institutionellen sowie privaten Investoren Produkte in allen Anlageklassen an, darunter Aktien, Anleihen, Immobilien und seit 2024 auch Bitcoin- und Ethereum-ETFs.

Warum hatte Larry Fink anfangs eine negative Haltung zu Bitcoin?

2017 bezeichnete Fink Bitcoin als Index der Geldwäsche und sah darin kein seriöses Anlageinstrument. Fehlende Regulierung, hohe Volatilität und unklare Eigentümerstrukturen waren damals die Hauptargumente gegen ein institutionelles Engagement. Im Laufe der folgenden Jahre veränderten sich die regulatorischen Rahmenbedingungen, und Fink revidierte seine Einschätzung.

Was ist der iShares Bitcoin Trust?

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) ist ein börsengehandelter Fonds (ETF) von BlackRock, der direkt in Bitcoin investiert. Er wurde im Januar 2024 von der SEC zugelassen und ermöglicht es Anlegern, über ein reguliertes Finanzprodukt an der Bitcoin-Kursentwicklung teilzuhaben, ohne Kryptowährungen selbst verwahren zu müssen. IBIT gehört zu den am schnellsten gewachsenen ETFs in der Geschichte des US-Finanzmarktes.

Wann wurden Bitcoin-Spot-ETFs in den USA zugelassen?

Die SEC genehmigte am 10. Januar 2024 elf Bitcoin-Spot-ETFs gleichzeitig, darunter den iShares Bitcoin Trust von BlackRock. Dieser Tag gilt als Wendepunkt für die institutionelle Akzeptanz von Bitcoin in den USA. Zuvor hatte die Behörde seit 2013 sämtliche derartigen Anträge abgelehnt.

Wie groß ist BlackRock?

BlackRock verwaltet ein Vermögen von über zehn Billionen US-Dollar und ist damit der größte Vermögensverwalter der Welt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 20.000 Mitarbeiter und ist an allen großen Finanzmärkten aktiv. Sein Flaggschiff-Produkt Aladdin ist ein Risikomanagementsystem, das auch von vielen anderen Finanzinstitutionen genutzt wird.

Was hat Larry Fink über Bitcoin als Anlage gesagt?

Fink hat Bitcoin in öffentlichen Aussagen als “Flucht in Qualität” bezeichnet und es mit Gold verglichen. Er beschreibt Bitcoin als internationales Asset, das unabhängig von einzelnen Staaten oder Währungen existiert. Damit gesteht er Bitcoin eine eigene Anlageklasse zu und begründet das institutionelle Engagement von BlackRock.

Was ist der BUIDL-Fonds von BlackRock?

Der BlackRock USD Institutional Digital Liquidity Fund (BUIDL) ist ein tokenisierter Geldmarktfonds, der im März 2024 auf der Ethereum-Blockchain gestartet wurde. Er ist ausschließlich für institutionelle Anleger zugänglich und investiert in US-Staatsanleihen und andere kurzfristige Wertpapiere. BUIDL gilt als Meilenstein für die Tokenisierung klassischer Finanzprodukte auf einer öffentlichen Blockchain.

Hat BlackRock auch einen Ethereum-ETF?

Ja. BlackRock stellte 2024 einen Antrag für einen Ethereum-Spot-ETF und erhielt 2024 die Genehmigung der SEC. Der iShares Ethereum Trust (ETHA) ergänzt das IBIT-Produkt und ermöglicht institutionellen sowie privaten Investoren ein reguliertes Exposure gegenüber der zweitgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung.