Deutlicher Rückgang seit Oktober 

Krypto-Lending unter Druck: Milliardenabflüsse treffen besonders Aave

Aktuelle On-Chain-Daten zeigen: der Krypto-Lending-Markt steht unter Druck. Einlagen fallen um 36 Prozent – besonders Aave trifft es hart.

Daniel Hoppmann
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Aave-Münzen neben US-Dollar-Noten.

Beitragsbild: Shutterstock | Fotomontage

| Der Oktober-Crash macht Krypto-Lending zu schaffen

Das Krypto-Lending-Geschäft ist seit dem großen Oktober-Crash deutlich eingebrochen. Das zeigen Daten des On-Chain-Analyseunternehmens Artemis, die die Plattform in einem Post auf X veröffentlichte.

Insgesamt fiel das Volumen an Einzahlungen auf allen Plattformen von 125 Milliarden auf 79,6 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 36 Prozent. Fünf Protokolle traf es dabei besonders. Von den 45 Milliarden US-Dollar, die dem Sektor nun fehlen, flossen 40 Milliarden aus ihren Netzwerken.

Ein Anbieter bekam den Rückgang besonders zu spüren: Aave. Die nach Volumen größte Krypto-Lending-Plattform büßte nach Artemis-Daten rund 27,6 Milliarden US-Dollar ein. Gemessen an den Gesamtrückgängen seit Oktober entfielen etwas mehr als 61 Prozent auf Aave. Die anderen vier Protokolle brachen insgesamt um 12,4 Milliarden US-Dollar ein.

Der starke Rückgang am Krypto-Lending-Markt ergibt sich aber auch aus einem breiteren Markteinbruch. Seit Oktober ist die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes von rund 4,38 Billionen auf 2,41 Billionen US-Dollar gefallen – ein Minus von etwa 45 Prozent.

Ein Teil der gesunkenen Einlagen dürfte daher schlicht auf fallende Krypto-Kurse zurückzuführen sein. Da Sicherheiten und Einlagen in Lending-Protokollen überwiegend in Kryptowährungen denominiert sind, sinkt ihr in US-Dollar gemessenes Volumen automatisch, wenn die Kurse fallen.

Aave-Umsätze und -Nutzer wachsen – TVL bricht ein

Derweil zeigen On-Chain-Daten eine leichte Erholung auf Aave. Laut eines Berichts von TokenTerminal stiegen die Umsätze des Protokolls im Februar auf 13,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 31 Prozent im Monatsvergleich. Aufs Jahr gerechnet stieg der Umsatz sogar um fast 40 Prozent.

Und auch die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer zog im Februar wieder an. So meldet TokenTerminal: Im Durchschnitt nutzen rund 155.000 Adressen das Lending-Protokoll – ein Zuwachs von 35 Prozent im Monatsvergleich. Ein Großteil der gestiegenen Aktivität kam hier wohl über Base, die L2 von Coinbase.

Weniger erfreuen dürften hingegen die Zahlen zum Gesamtvolumen, das auf Aave gehalten wird, das sogenannte Total Value Locked (TVL). Das brach im Monatsvergleich um knapp 22 Prozent auf 45 Milliarden US-Dollar ein. Gleichzeitig sank auch das Geldvolumen in aktiven Kreditverträgen um 23 Prozent auf rund 18 Milliarden US-Dollar.

Derweil tobt hinter den Kulissen weiterhin ein erbitterter Machtkampf beim Krypto-Lending-Protokoll. Mehr dazu lest ihr hier: Aave: Governance-Drama eskaliert – Schlüsselfigur geht

Wer den Coin von Aave handeln will, kann das auf Coinbase. Neukunden erhalten hier aktuell 30 Euro Cashback in Bitcoin.

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