- Der US-Vermögensverwalter VanEck prescht mit einer gewagten Prognose vor. In einem kürzlich veröffentlichten Research-Papier zeichnen die Analysten ein Bild für Bitcoin, das selbst die optimistischsten “Moonboys” blass aussehen lässt.
- Der Kern der These: Bitcoin entwickelt sich von einem spekulativen Asset zu einem unverzichtbaren Bestandteil des globalen Finanzsystems.
- Im Basisszenario geht VanEck davon aus, dass Bitcoin bis zum Jahr 2050 rund 5 bis 10 Prozent des globalen Handelsvolumens abwickeln wird. Zudem sollen Zentralbanken etwa 2,5 Prozent ihrer Bilanzen in BTC halten. Das resultierende Kursziel: 2,9 Millionen US-Dollar pro Coin. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 15 Prozent.
- Der “Ultra-Bull”-Case: Sollte es zu einer “Hyper-Bitcoinization” kommen, bei der BTC 20 Prozent des internationalen Handels und 10 Prozent des inländischen BIPs abdeckt, modelliert VanEck einen Preis von über 53 Millionen US-Dollar. Voraussetzung: Bitcoin verdrängt Gold als primäres Reserve-Asset und macht knapp 30 Prozent der weltweiten Finanzanlagen aus.
- Angesichts eines drohenden “Superzyklus der Staatsverschuldung” in den entwickelten Märkten dreht VanEck den Spieß um. Das Risiko, kein Bitcoin zu besitzen (und damit gegen das einzige nicht-staatliche Reserve-Asset zu wetten), sei mittlerweile größer als die Volatilität einer Bitcoin-Position selbst.
- Mit einem Kurs von aktuell rund 88.000 US-Dollar klingen Millionen-Ziele fantastisch. Doch im Kontext anderer institutioneller Prognosen der letzten zwei Jahre befindet sich VanEck in guter Gesellschaft – wenn auch mit einem längeren Zeithorizont.
- Cathie Woods Ark Invest prognostizierte bereits in ihrem “Big Ideas 2024”-Report ein Bull-Case-Szenario von 2,3 Millionen US-Dollar – allerdings schon für das Jahr 2030. VanEcks 2,9 Millionen bis 2050 wirken dagegen fast konservativ, da sie dem Asset 20 Jahre mehr Zeit geben, dieses Niveau zu erreichen.
- Der MicroStrategy-Gründer Michael Saylor sorgte Ende 2024 für Aufsehen, als er in seiner “Bitcoin 24”-Präsentation einen Kurs von 13 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2045 modellierte (Base Case). VanEcks Basisszenario liegt deutlich darunter.
- Mit einer strategischen Allokation von 1 bis 3 Prozent stapelt VanEck überraschend tiefer als die sonst eher konservative Bank of America. Historisch genügt dieser geringe Anteil jedoch bereits, um die Sharpe-Ratio massiv zu optimieren. Wo das statistische Optimum für dein Portfolio tatsächlich liegt, zeigt eine Analyse von Bitwise.
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