- Der Krypto-Markt schüttelt geopolitische Bedenken vorerst ab und verzeichnet am Freitagmorgen eine erste Erholung.
- Bitcoin verlässt das gestrige Tief bei 65.600 US-Dollar mit einem Plus von 1,4 Prozent und steuert auf die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar zu, parallel dazu stabilisieren sich auch Ethereum und Solana.
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- Der Erholungsversuch resultiert direkt aus neuen Fortschritten beim CLARITY-Act, dem umfassenden US-Gesetzespaket für digitale Vermögenswerte. Der legislative Prozess pausierte seit Ende Januar, da Vertreter der Krypto-Industrie und des traditionellen Bankensektors bei der Behandlung von Stablecoin-Renditen fundamentale Differenzen aufwiesen.
- Das Weiße Haus rief gestern beide Verhandlungsparteien bereits zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen an den Tisch, um einen pragmatischen Kompromiss auszuhandeln.
- Mehreren Berichten zufolge könnte eine Einigung nun kurz bevorstehen. Die Krypto-Lobby zeigt sich dabei nachgiebig. “Die Erzielung von Renditen auf ungenutzte Guthaben, ein wichtiges Ziel der Krypto-Branche, ist praktisch vom Tisch” so Fox Reporterin Eleanor Terrett auf X.
- Als Gegenleistung erlaubt das Weiße Haus gewisse Workarounds: Bestimmte Prämienprogramme sollen im nächsten Gesetzesentwurf erhalten bleiben, wie es heißt. Coinbase-CEO Brian Armstrong bestätigte noch am Abend, dass Premium-Nutzer künftig Bitcoin-Renditen auf ihre USDC-Einlagen verdienen könnten.
- Auf der Prognoseplattform Polymarket steigt die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung in 2026 auf 82 Prozent.
- In der Folge verbuchen einige Stablecoin-nahe Projekte wie RAIN und STABLE ein Plus von jeweils 3,4 und 7,8 Prozent. Ein neuer Hype um die KI-Agenten-Economy befördert derweil den Neuling KITE in die Top-100.
- Die Nachhaltigkeit der aktuellen Markterholung hängt maßgeblich von den weiteren Fortschritten beim US-Krypto-Gesetz ab. Das Weiße Haus setzt den 1. März als harte Deadline, um den Streit um Stablecoin-Prämien beizulegen und den legislativen Prozess für den CLARITY-Act wiederaufzunehmen.
- Gleichzeitig behalten Investoren die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiterhin im Auge. Beobachter halten eine militärische Operation der Trump-Administration im Iran unmittelbar nach US-Börsenschluss für ein realistisches Szenario.
- Da der Krypto-Sektor am Wochenende als einziger liquider Markt durchgehend handelbar bleibt, droht Bitcoin und den Altcoins in diesem Fall eine Phase extremer Volatilität – wie so oft in den letzten Monaten.
- Zunächst aber dürften die Veröffentlichung der PCE-Inflationszahlen und Daten zum BIP in den USA das heutige Kursgeschehen bestimmen. Auch eine mögliche Entscheidung des Supreme Court zu Donald Trumps Strafzöllen steht im Raum.
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