In Spanien festgenommen 

“Bitcoin Jesus” Roger Ver wegen Steuerhinterziehung angeklagt

US-Justizministerium erhebt Vorwürfe gegen Bitcoin Evangelisten Roger Ver. Er soll 50 Millionen US-Dollar an Steuern hinterzogen haben.

Leon Waidmann
Teilen
Roger Ver soll in den USA vor Gericht

Beitragsbild: Shutterstock

| Roger Ver soll in den USA vor Gericht
  • Roger Ver, bekannt als Gründer von Bitcoin.com und Bitcoin-Investor der ersten Stunde, wurde nach einer Anklage durch das US-Justizministerium in Spanien festgenommen.
  • Die Anklage, die am Montag veröffentlicht wurde, beschuldigt Ver, fast 50 Millionen US-Dollar an Steuern hinterzogen zu haben.
  • Nach Angaben des US-Justizministeriums sieht sich Ver drei Anklagen wegen Postbetrugs, zwei Anklagen wegen Steuerhinterziehung und drei Anklagen wegen Einreichung einer falschen Steuererklärung gegenüber.
  • Roger Ver gab im Jahr 2014 seine US-Staatsbürgerschaft auf. Mittlerweile besitzt er die Staatsbürgerschaft von St. Kitts und Nevis. In den USA ist die Aufgabe der US-Staatsbürgerschaft jedoch mit umfassende steuerliche Verpflichtungen verbunden.
  • Eine dieser Pflichten ist Abgabe einer “Exit-Steuer” auf weltweite Kapitalerträge. Unter anderem diese Steuer soll Ver nicht vollständig bezahlt haben.
  • Die Anklageschrift wirft ihm vor, gegenüber der amerikanischen Steuerbehörde IRS unwahre Angaben über die wahre Höhe seines Bitcoin-Vermögens gemacht haben.
  • Trotz des Besitzes von 131.000 Bitcoin, die durch seine US-Unternehmen MemoryDealers und Agilestar gehalten wurden, unterließ es Ver, die IRS über die erzielten Kapitalgewinne aus deren Verkauf im Jahr 2017 zu informieren.
  • Das US-Justizministerium behauptet, dass Ver falsche oder irreführende Informationen bereitgestellt oder veranlasst hat, die einer Anwaltskanzlei und einem Gutachter übermittelt wurden, welche ihn bei der Aufgabe seiner amerikanischen Staatsbürgerschaft unterstützten.
  • Kurz vor seiner Festnahme äußerte Ver sich noch kryptisch auf X mit den Worten: “Erwarte nicht, dass schlechte Menschen gute Dinge tun”, was auf seine aktuelle rechtliche Situation anspielen könnte.
Das könnte dich auch interessieren