Erst im Dezember 2024 gestartet, konnte der Ripple Stablecoin bereits eine Marktkapitalisierung von 1,5 Milliarden US-Dollar erreichten. Für die Krypto-Firma ist das ohne Zweifel ein großer Erfolg, aber unter XPR-Anlegern sorgt es für Unsicherheit. Der Anlass ist klar: Warum sollten Finanzinstitutionen für Transaktionen auf ein volatiles Krypto-Asset wie XRP zurückgreifen, wenn es neben USDT und USDC nun selbst von Ripple Labs eine ebenso kostengünstige und stabile Alternative gibt?
Im Gespräch mit BTC-ECHO beschwichtigte der frühere Technikchef David Schwartz jedoch schon zum Launch der zweiten Ripple-Kryptowährung: “Wenn XRP Marktanteile an einen Stablecoin verliert, dann sollte es zumindest ein Ripple Stablecoin sein. Es ist aber nicht so, als ob RLUSD den XRP-Token auf eine Weise kannibalisieren würde, wie es Circle oder Tether nicht könnten.”
“XRP ist und bleibt das Herzstück unserer Vision”, hatte auch Ripple-CEO Brad Garlinghouse Anfang dieses Jahres betont. Man wolle eine langfristige Perspektive einnehmen, “was Krypto-basierte Vermögenswerte wie XRP und RLUSD leisten können, anstatt Zyklen und Hypes hinterherzujagen”. Obwohl Ripple Labs inzwischen aus Überzeugung sogar eigene Anteile im Wert von bis zu 750 Millionen US-Dollar zurückkaufen will, flammt die Debatte immer wieder auf: Droht XRP langfristig nicht doch das Schicksal, durch Stablecoins wie RLUSD in den Schatten gestellt zu werden?
XRP und Dollarstablecoins: Zwei unterschiedliche Anwendungsfälle
Der Krypto-Analyst Versan Aljarrah betrachtet diese Sorge als unbegründet. In einem X-Post erklärte der Gründer von Black Swan Capitalist, dass Stablecoins und XRP im entstehenden dezentralen Finanzsystem unterschiedliche Aufgaben erfüllen würden. Während Dollarstablecoins vor allem als digitale Abbildung klassischer Fiatwährungen dienen und stabile Transaktionen ermöglichen, komme dem Ripple-Coin eine andere Rolle zu.
“Stablecoins fungieren als Währung, XRP liefert die Liquidität”, meint Aljarrah. Aus seiner Sicht könnten beide Technologien daher gemeinsam eine Infrastruktur schaffen, in der digitale Vermögenswerte nahezu in Echtzeit zwischen verschiedenen Währungen abgewickelt werden. Vollständig ausräumen kann er die Skepsis allerdings nicht.
“Ich stimme zu: Ripple prägt RLUSD mit Liquidität, die es von XRP-Privatkunden erhält. Der perfekte Weg, um eine Stablecoin-Dominanz aufzubauen, ohne einen Cent aus der eigenen Tasche zu zahlen”, kritisiert ein Nutzer etwa in der Kommentarspalte. Direkte Unterstützung erhält der XRP-Kurs hingegen von den US Spot ETFs, die sich trotz Krypto-Bärenmarkt erstaunlich solide präsentieren. Selbst die Bloomberg-Experten Eric Balchunas und James Seyffart würdigten die Resilienz der Ripple-Indexfonds ausdrücklich. Mehr dazu in diesem Artikel: “Trotz massivem XRP-Einbruch: Experten loben Ripple-Fonds“.
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