Der XRP-Kurs notiert derzeit bei rund 1,40 US-Dollar und bewegt sich damit weiterhin innerhalb einer klar definierten Range. Weder auf der Oberseite noch auf der Unterseite konnten zuletzt entscheidende Impulse entstehen, die eine nachhaltige Trendbewegung auslösen würden. Während sich der Kurs damit weiterhin seitwärts bewegt, liefern neue On-Chain-Daten Hinweise darauf, dass sich die Situation im Markt zunehmend zuspitzt.
Immer mehr XRP-Investoren sitzen auf Verlusten
Ein Blick auf die aktuellen On-Chain-Daten zeigt, dass ein großer Teil der XRP-Bestände von Investoren inzwischen unter Wasser liegt. Daten von Glassnode zufolge befinden sich derzeit rund 36,8 Milliarden XRP im Verlustbereich, was einem unrealisierten Verlustvolumen von etwa 50,8 Milliarden US-Dollar entspricht.
Gemessen an der gesamten zirkulierenden Menge von rund 61,2 Milliarden XRP bedeutet das, dass sich mittlerweile fast 60 Prozent des Angebots im Minus befinden. Solche Situationen entstehen häufig in längeren Konsolidierungsphasen, wenn der Markt zuvor deutlich gefallen ist und viele Investoren auf höheren Kursniveaus eingestiegen sind.
Für Anleger kann das zu zusätzlichem Verkaufsdruck führen, insbesondere wenn kurzfristige Marktteilnehmer versuchen, ihre Positionen zu reduzieren oder Verluste zu begrenzen.
XRP-Kurs: Handelsvolumen und Liquidität gehen zurück
Auch auf der Aktivitätsseite des Marktes zeigen sich derzeit eher schwächere Signale. Der 30-Tage-Volume-Z-Score für XRP auf Binance ist zuletzt deutlich in den negativen Bereich gefallen und liegt aktuell bei etwa -1,16.
Ein solcher negativer Wert deutet darauf hin, dass das aktuelle Handelsvolumen unter dem historischen Durchschnitt liegt. In vielen Fällen signalisiert das eine Phase geringerer Marktaktivität, in der sich Händler neu positionieren oder zunächst abwarten.
Parallel dazu ist auch die Liquidität im XRP-Orderbuch zurückgegangen. Wenn die Liquidität sinkt, werden größere Kauf- oder Verkaufsorders im Markt schneller spürbar. Schon vergleichsweise große Transaktionen können den Preis dann stärker bewegen, da weniger Gegenorders vorhanden sind. Gerade in einem Umfeld mit niedriger Liquidität können daher auch plötzlich stärkere Kursbewegungen entstehen.
Aus der Liquidation-Heatmap lassen sich derzeit zudem wichtige Kurszonen ableiten. Auf der Oberseite liegt eine Zone mit erhöhten Liquidationen im Bereich bis etwa 1,45 US-Dollar, die kurzfristig als wichtiger Anziehungspunkt wirken kann. Auf der Unterseite rückt dagegen der Bereich bis etwa 1,31 US-Dollar in den Fokus, wo sich ebenfalls eine größere Liquiditätszone gebildet hat. Diese Bereiche könnten daher kurzfristig entscheidend für die nächste größere Bewegung im XRP-Kurs sein.
Wale nutzen die Schwächephase zur Akkumulation
Daten von Santiment zeigen, dass sogenannte Wale ihre Bestände zuletzt ausgebaut haben. Wallets mit 1 bis 10 Millionen XRP haben ihre Bestände in den vergangenen Wochen um rund 30 Millionen XRP erhöht. Gleichzeitig haben größere Wallets mit 10 bis 100 Millionen XRP ihre Bestände sogar um etwa 180 Millionen XRP ausgebaut. Dieses Verhalten zeigt, dass einige große Marktteilnehmer die aktuellen Kursniveaus offenbar als Gelegenheit zur Akkumulation betrachten.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Verhalten der jüngeren Investoren. Daten zeigen, dass insbesondere die Gruppe der Anleger, die ihre XRP-Bestände seit ein bis drei Monaten hält, zuletzt ihren Anteil am Gesamtangebot deutlich erhöht hat.
Anstatt ihre Positionen zu verkaufen, scheint ein Teil dieser Marktteilnehmer aktuell abzuwarten und die Coins länger zu halten. Häufig deutet ein solches Verhalten darauf hin, dass Anleger auf eine mögliche Erholung hoffen oder bessere Ausstiegspreise abwarten. Diese Entwicklung kann kurzfristig stabilisierend wirken.
XRP-Kurs weiterhin ohne klare Richtung
Trotz dieser Entwicklungen bleibt das kurzfristige Bild für den XRP-Kurs zunächst unverändert. Der Markt bewegt sich weiterhin innerhalb einer Range und wartet auf neue Impulse.
Solange keine stärkeren Kapitalzuflüsse oder fundamentalen Nachrichten auftreten, dürfte sich diese Seitwärtsphase zunächst fortsetzen. Gleichzeitig könnte die Kombination aus niedriger Liquidität und zurückgehendem Handelsvolumen dafür sorgen, dass zukünftige Kursbewegungen stärker ausfallen, sobald größere Orders in den Markt kommen.
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Für Anleger bleibt daher vor allem entscheidend, ob neue Nachfrage entsteht oder ob sich der Verkaufsdruck weiter verstärkt. Erst wenn der Markt diese Phase verlässt und eine klare Richtung einschlägt, dürfte sich auch ein nachhaltiger Trend für den XRP-Kurs entwickeln.

