Makroexperte mit erstaunlicher Prognose 

Bitcoin als Schwarzes Loch: Wie KI den Kampf um Knappheit entfacht

Noch profitieren Tech-Aktien vom KI-Boom, doch langfristig haben sie ein Problem. Warum Bitcoin hunderte Billionen US-Dollar aufsaugen könnte.

Tobias Zander
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Bitcoin dargestellt als ein Schwarzes Loch, das alles Kapital in der Welt aufsaugt

Beitragsbild: KI-generiert

| Laut Jordi Visser könnte Bitcoin langfristig enorm von KI profitieren

Künstliche Intelligenz ist das große Narrativ, das seit inzwischen drei Jahren die Börsen elektrisiert und zuletzt auch Bitcoin in den Schatten drängte. Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Google, Meta und Co. weiteten ihre KI-Strategien massiv aus und wurden dafür mit steigenden Aktienkursen belohnt: Dem Bitcoin-Kursrückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr stehen Gewinne von 16 Prozent beim Tech-fokussierten NASDAQ 100 insgesamt und sogar 26 Prozent bei Nvidia, dem KI-Wert schlechthin, gegenüber.

Doch laut Makroanalyst Jordi Visser könnte die Krypto-Leitwährung aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften langfristig zu den größten Gewinnern einer durch KI deutlich steigenden Produktivität zählen. Der entscheidende Vorteil von Bitcoin gegenüber zahlreichen etablierten Fiat-Assets: seine Knappheit.

Im Gespräch mit Bitcoin-Podcaster Anthony Pompliano erklärt Visser: “Wir treten in eine Welt ein, in der [Elon Musk] von Überfluss spricht. Da will man auf Knappheit setzen. Man will auf absolute Knappheit setzen, denn Überfluss ist vor allem für Code gefährlich. Die Dinge, die im Überfluss vorhanden sind, sind in der Regel nicht wertvoll.”

Pompliano, dessen Bitcoin-Treasury-Firma ProCap derzeit 5.000 BTC im Wert von rund 447 Millionen US-Dollar hält, zieht daraufhin einen ungewöhnlichen Vergleich: Die absolute Knappheit von Bitcoin sei “wie ein Schwarzes Loch”, das unaufhaltsam Kapital aus anderen Assetklassen aufsauge. Die neue Suche nach Knappheit könnte insbesondere die erfolgsverwöhnten Tech-Riesen unter Druck setzen, deren Geschäftsmodelle primär auf Software basieren und nicht auf physischen, nur begrenzt verfügbaren Gütern.

Der stille Bitcoin IPO und die Macht der Knappheit

In seinem viel diskutierten Essay “Bitcoin’s Silent IPO” wertete Jordi Visser die BTC-Verkäufe alteingesessener Wale nicht als Panikreaktion, sondern als Zeichen einer zunehmenden Marktreife. Die ETF-Einführungen kämen einem stillen Börsengang gleich. Dass die OGs nun Teile ihrer enormen Fiat-Gewinne realisieren, sei durch die gestiegene Liquidität und die institutionelle Nachfrage erstmals in diesem Umfang möglich geworden.

Seine neue Prognose für die kommenden Jahre: “Fiat-Vermögenswerte steigen im Grunde nicht mehr, sondern tendieren seitwärts – während Kapital beginnt, zu rotieren und in etwas zu fließen, das wirklich knapp ist.” Bitcoin sei daher eher mit Kupfer, Silber oder Gold vergleichbar als mit den gängigen Tech-Aktien.

“Überfluss” werde laut dem Finanzexperten im neuen Jahr zu einem investierbaren Thema mit den Magnificent Seven und Softwareunternehmen allgemein auf der Short-Seite und knappen Assets wie Bitcoin auf der Long-Seite. Er selbst habe die vergangenen Wochen für BTC-Nachkäufe genutzt, da es sich um “die beste Investitionsmöglichkeit” handele, die er je gesehen habe. Aktuell wetteten Anleger rund 800 Billionen US-Dollar auf Fiat-Assets, aber lediglich etwa 2 Billionen US-Dollar auf Bitcoin – ein Verhältnis, das Visser für die langfristige Kursentwicklung der Krypto-Leitwährung ausgesprochen optimistisch stimmt.

Warum Bitcoin zwar als Investment eine großartige Zukunft bevorstehen könnte, die freiheitlichen Ideale aber unter Druck geraten, lest ihr in diesem Artikel: “Bitcoin hat gewonnen – genau das könnte zum Problem werden“.

Quellen

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