Pump.fun-Mitgründer Noah Tweedale hat sich in einem Interview mit Crypto Insider deutlich gegen Dezentralisierung als Erfolgsfaktor positioniert. Er bezeichnet sich selbst als “massiven Bären” in der Frage nach Dezentralisierung.
Sein Argument: Blickt man auf die Geschichte des Internets, waren die letztlich erfolgreichsten Unternehmen jene, die den kompletten technischen Stack kontrollierten und eine exzellente Nutzererfahrung boten, nicht jene mit der dezentralsten Infrastruktur.
Solana vs. Ethereum: Beispiel für die These?
Tweedale führt Solana als Beleg an. Seiner Beobachtung nach wandert On-Chain-Aktivität seit Jahren von Ethereum zu Solana ab. Der Grund dafür sei die bessere Nutzererfahrung, nicht der Grad an Dezentralisierung. “Denn die Nutzererfahrung auf Ethereum ist Hundescheiße, das ist die Wahrheit”, so der Pump-fun-Gründer. Solange das Ergebnis für Nutzer stimmt, ist es ihnen egal, wie dezentral die Chain dahinter wirklich ist.
Auch die Pump Foundation dieser Logik. Das gemeinnützige Vehikel hinter Pump.fun stellt die Nutzererfahrung über ideologische Ziele wie Dezentralisierung.
Diese Haltung passt zum eigenen Geschäftsmodell: Pump.fun ist seit dem Start im Januar 2024 zur mit Abstand größten Plattform für Memecoins auf Solana geworden und hat nach eigenen Angaben über eine Milliarde US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. Jeder kann dort in wenigen Klicks einen eigenen Token erstellen und sofort handeln.
