Bei einem Exploit im Crosschain-System von The Sandbox hat ein Angreifer am 22. August ungedeckte SAND-Token mit einem rechnerischen Marktwert von rund 49 Milliarden US-Dollar erzeugt. Das berichtet die Blockchain-Sicherheitsfirma Blockaid auf X.
Die Summe entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Schaden: Sie entstand dadurch, dass Blockchain-Tracker die künstlich erzeugten Token mit dem regulären SAND-Kurs bewerteten, obwohl für diese weder entsprechende Reserven noch ausreichende Marktliquidität vorhanden waren.
Laut Blockaid lag der Fehler im Bridging-Prozess. Der X-Account von The Sandbox bestätigte das. So habe eine Schwachstelle der SAND Crosschain Bridge auf Base und BNB Smart Chain zu dem Vorfall geführt, heißt es.
Nach Angaben von The Sandbox wurde die Schwachstelle inzwischen vollständig eingedämmt. Das Projekt deaktivierte die Bridge-Verbindungen von und nach Base sowie zur BNB Smart Chain. Die dort vorhandenen SAND seien nun isoliert und könnten derzeit weder über die Bridge transferiert noch eingelöst werden, heißt es. Das Projekt rät Nutzern derzeit ab, Token über das Netzwerk zu handeln, da die dortige Liquidität beeinträchtigt sei. SAND auf Ethereum und Polygon seien dagegen nicht betroffen.
Der SAND-Kurs reagierte auf den Vorfall. Insgesamt verlor der Token rund 3 Prozent im Tagesvergleich und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 0,046 US-Dollar.
Einst gehörte das Projekt zu den größten Hoffnungen im Blockchain Gaming. Davon ist Sandbox mittlerweile auch kurstechnisch meilenweit entfernt. Stattdessen macht das Projekt immer wieder mit Negativmeldungen auf sich aufmerksam.
