15 Jahre war er inaktiv, nun ist er erwacht. Ein Bitcoin-Wal ist am heutigen 22. August zum ersten Mal wieder in Erscheinung getreten. Darauf machte Galaxy Research anhand von On-Chain-Daten aufmerksam. Demnach versendete der Wal 132,31 Bitcoin im Gegenwert von rund 10,37 Millionen US-Dollar über drei Adressen.
Der von Galaxy gemeldete Betrag bildet allerdings nur einen Teil der Transaktion ab. Insgesamt wurden in Block “963519” rund 177,43 BTC aus acht Adressen zusammengeführt. Das zeigen Mempool-Daten. Neben den 132,31 lange ruhenden Bitcoin flossen weitere rund 45,12 BTC aus jüngeren Beständen ein. Anschließend gingen 177 BTC an eine neue SegWit-Adresse. Ob es sich dabei um eine eigene Cold-Wallet, einen Handelspartner oder eine Kryptobörse handelt, lässt sich aus der Blockchain allein nicht erkennen. Unklar ist, ob der Wal die Bestände verkauft hat.
Die Coins wurden das letzte Mal am 31. Juli 2011 bewegt. Damals kostete ein Bitcoin noch zwischen 10 und 13 US-Dollar. Galaxy errechnete daraus den “realisierten Gewinn”. Das konsequente Hodln über Jahre hinweg zahlte sich am Ende deutlich aus. Über 800.000 Prozent Rendite erzielte der Wal in dem Zeitraum.
Bitcoin-Wale wieder im Kaufrausch
Derweil scheinen andere Großanleger die Unsicherheit der letzten Monate abgeschüttelt zu haben. Das zumindest zeigen Daten von CryptoQuant. Demnach kauften Wale in den letzten 60 Tagen rund 43.000 Bitcoin im Gegenwert von rund 2,75 Milliarden US-Dollar.
Daten von Glassnode liefern einen noch detaillierteren Einblick: Auch mittelgroße Anleger mit 100 bis 1.000 Bitcoin haben in großem Umfang gekauft, ebenso wie die sogenannten „Humpbacks“, eine Gruppe von Investoren mit mehr als 10.000 Coins.
Bitcoin schoss diese Woche zwischenzeitlich auf über 79.000 US-Dollar, nachdem die Märkte verschiedene Maßnahmen der US-Regierung positiv bewerteten.
