Noch Anfang Juni gehörte NEAR zu den großen Profiteuren des KI-Narrativs. Die Fantasie rund um künstliche Intelligenz trieb den Kurs zeitweise bis an die Marke von drei US-Dollar. Davon ist inzwischen wenig übrig geblieben. Während sich die Korrektur am Krypto-Markt ausweitet, geraten besonders die Gewinner der vergangenen Monate unter Druck. Auf Wochensicht verliert NEAR rund 17 Prozent, allein in den vergangenen 24 Stunden ging es weitere sieben Prozent nach unten.
Damit reiht sich der Token in die derzeitige Marktschwäche ein. Bitcoin ist zuletzt unter die Marke von 63.000 US-Dollar gefallen, der Fear-and-Greed-Index signalisiert weiterhin “extreme Angst”. Hinzu kommen Gewinnmitnahmen im Technologiesektor, die zunehmend auch auf den Krypto-Markt ausstrahlen. Gerade bei Projekten, die zuletzt stark vom KI-Hype profitiert haben, werden Gewinne derzeit konsequent mitgenommen.
Die Verkäufer geben den Ton an
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. In den vergangenen 24 Stunden fiel der Kurs zwischenzeitlich bis auf 1,99 US-Dollar und notiert damit nur knapp oberhalb einer psychologisch wichtigen Marke. Der aktuelle Kurs liegt bei rund 2,02 US-Dollar und damit deutlich unter den Niveaus der Vorwoche.
Besonders problematisch ist die Struktur der vergangenen Handelstage. Seit dem Hoch Anfang Juni bilden sich kontinuierlich tiefere Hochs und tiefere Tiefs. Gleichzeitig notiert NEAR klar unter dem EMA-20 bei 2,14 US-Dollar. Solange sich daran nichts ändert, bleibt der kurzfristige Trend abwärtsgerichtet.
Erste Anzeichen einer Übertreibung
So schwach das Chartbild aktuell wirkt, ganz einseitig ist die Lage nicht. Der RSI ist auf knapp 28 Punkte gefallen und signalisiert damit einen technisch überverkauften Zustand. In der Vergangenheit folgten auf vergleichbare Werte häufig zumindest kurzfristige Gegenbewegungen.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch eine Trendwende. Überverkaufte Märkte können länger überverkauft bleiben, insbesondere wenn das Sentiment insgesamt negativ bleibt. Aktuell spricht daher mehr für eine technische Erholung innerhalb eines Abwärtstrends als für einen nachhaltigen Richtungswechsel.
Die 2-Dollar-Marke wird zum Schlüssel
Vieles konzentriert sich nun auf den Bereich um zwei US-Dollar. Bislang gelingt es den Käufern, diese Zone zu verteidigen. Ein nachhaltiger Bruch würde das Chartbild jedoch deutlich eintrüben und weitere Verluste wahrscheinlicher machen.
Auf der Oberseite müssten zunächst der EMA-20 bei 2,14 US-Dollar und anschließend das jüngste Hoch bei 2,19 US-Dollar zurückerobert werden, um die Kontrolle wieder auf die Käuferseite zu verlagern.
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Neutrales Szenario
Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 25 Prozent stabilisiert sich NEAR zunächst zwischen 2,00 und 2,14 US-Dollar. Voraussetzung dafür ist, dass die Unterstützung bei zwei US-Dollar hält und sich der RSI nach dem starken Rückgang wieder etwas erholt. In diesem Fall dürfte sich der Kurs zunächst seitwärts bewegen und die jüngsten Verluste verdauen.
Bullishes Szenario
Ein bullisches Szenario bleibt trotz der Schwäche möglich, besitzt aktuell aber nur eine Wahrscheinlichkeit von etwa 20 Prozent. Dafür müsste NEAR den EMA-20 bei 2,14 US-Dollar zurückerobern und anschließend über 2,19 US-Dollar ausbrechen. Gelingt dies, könnte sich die Erholung in Richtung 2,50 US-Dollar ausweiten.
Bearishes Szenario
Derzeit bleibt das bearishe Szenario mit rund 55 Prozent Wahrscheinlichkeit das wahrscheinlichste. Fällt NEAR nachhaltig unter die Unterstützung bei zwei US-Dollar und anschließend unter 1,93 US-Dollar, dürfte sich der Abwärtstrend fortsetzen. In diesem Fall rückt die Zone um 1,70 US-Dollar als nächstes relevantes Kursziel in den Fokus.
Disclaimer: Die charttechnischen Informationen wurden mit Hilfe von Softwaretools und KI-Systemen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.


