Ethereum (ETH) kann seine Erholungsbewegung der Vorwoche ausbauen und zu Wochenbeginn die Seitwärtsrange gen Norden verlassen. Infolge einer Rückeroberung der 50-Tagelinie stieg der Ether-Kurs auf ein neues Monatshoch bei 2.386 US-Dollar. Die Chancen auf eine anhaltende Anstiegsbewegung haben sich damit weiter verbessert. Bestätigt sich der Kursausbruch könnten die folgenden Kursziele in den nächsten Handelswochen in den Fokus rücken.
Wichtige Kursmarken für die kommenden Handelstage
Ethereum (ETH) konnte das nächste wichtige Etappenziel hinter sich lassen. Der Ausbruch aus der Handelsrange der letzten Wochen samt Sprung über den gleitenden Durchschnitt der letzten 50-Handelstage (EMA50, orange) sorgte für eine bullishe Trendbeschleunigung in Richtung des nächsten relevanten Zielbereichs zwischen 2.396 US-Dollar und 2.458 US-Dollar. Ansteigende Zuflüsse in die Ethereum Spot-ETFs gepaart mit anhaltenden Käufen durch die größte Ethereum Digital Treasury Company (DAT) Bitmine, untermauern gestiegenes institutionelles Interesse an der zweitgrößten Kryptowährung.
Um die Ausbruchsbewegung zu bestätigen, muss sich der Ether-Kurs in den kommenden Tagen zwingend oberhalb der violetten Chartzone zwischen 2.226 US-Dollar und 2.149 US-Dollar stabilisieren. Optimalerweise können die Bullen zeitnah bis in die türkise Zone vordringen. Gelingt ein Durchmarsch auf neue Monatshochs, wäre ein Sprung bis in den roten Widerstandsbereich einzuplanen. Ein nachhaltiger Rückfall unter die EMA50 würde die Wahrscheinlichkeit eines Fehlausbruchs hingegen deutlich steigern. In der Folge käme die 20-Tagelinie (EMA20, rot) bei 2.105 US-Dollar als Supportmarke in den Fokus.
Ethereum: Bullishe Zielmarken für die kommenden Handelswochen
Bullishe Kursziele: 2.396/2.458 USD, 2.591/2.631 USD, 2.713 USD, 2.805/2.897 USD, 3.057/3.130 USD, 3.239 USD, 3.398/3.448 USD
Die Bullen konnten einen erfolgreichen Rangeausbruch initiieren. Solange der Ether-Kurs nicht zurück in die Handelsrange der Vorwochen zurückfällt, ist eine Trendfortsetzung wahrscheinlich. Wird die türkise Resistzone zwischen 2.396 US-Dollar und 2.458 US-Dollar und damit das 23er Fibonacci-Retracement zeitnah durchbrochen, hellt sich das Chartbild weiter auf. Sodann dürfte die Käuferseite alles daran setzen den roten Widerstandsbereich zwischen 2.591 US-Dollar und 2.631 US-Dollar anzuvisieren.
Erreicht Ethereum diesen Chartbereich und kann das Verlaufstief vom 21. November 2025 ebenfalls nachhaltig zurückerobern, käme das Zwischenziel bei 2.713 US-Dollar in den Anlegerfokus. Kommt es hier zu keiner Trendumkehr gen Süden und der Ether-Kurs baut seine Erholung aus, nimmt die Wahrscheinlichkeit eines Durchmarsches bis in den charttechnisch relevanten Zielbereich um die Abrisskante zwischen 2.805 US-Dollar und 2.897 US-Dollar weiter zu.
Diese Zone fungiert als Make-or-Break Level in den kommenden Wochen. Mit dem 38er Fibonacci-Retracement der Erholungsbewegung sowie der fallenden 200-Tagelinie (EMA200, blau) finden sich hier mehrere starke Widerstandsmarken. Im ersten Anlauf dürfte der Ether-Kurs hier scheitern. Bleibt die Korrektur jedoch überschaubar und Ethereum kann die EMA200 nachhaltig zurück erklimmen, wäre Platz für einen Anstieg bis in die gelbe Chartzone zwischen 3.057 US-Dollar und 3.130 US-Dollar. Optimalerweise fungiert auch dieser Bereich lediglich als Etappenziel auf dem Weg in Richtung 50er Fibonacci-Retracement der laufenden Anstiegsbewegung.
Erneut ist mit Gegenwehr der Bären zu rechnen. Zeigt sich Ethereum weiter bullish und pulverisiert diese wichtige horizontale Marke bei 3.239 US-Dollar, dürfte das Käuferlager alles daran setzen die violette Zone, um das Jahreshoch anzulaufen. Im Dezember 2025 und Januar 2026 stellte der Bereich zwischen 3.398 US-Dollar und 3.448 US-Dollar eine unüberwindbare charttechnische Hürde dar. Aus aktueller Sicht fungiert diese Zielmarke das maximale Kursziel auf der Oberseite.
Bearishe Korrekturziele bei einem erneuten Fehlausbruch
Bearishe Kursziele: 2.226/2.151 USD, 1.995 USD, 1.909 USD, 1.826/1.750 USD, 1.668 USD, 1.562/1.470 USD, 1.416/1.371 USD
Den Bären drohen, wie bereits in der letzten Ethereum-Kursanalyse vermutet, weiter ins Hintertreffen zu geraten. Einzig der Umstand, dass der Ausbruch bislang primär Futures-getrieben ist, könnte der Verkäuferseite Hoffnung geben. Beispielsweise könnten hawkishe Aussagen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell bei der Fed-Zinsentscheidung am Mittwoch, dem 18. März, für einen erneuten Abverkauf sorgen.
Rutscht der Ether-Kurs sodann unter die EMA50 zurück und unterbietet den horizontalen Support bei 2.151 US-Dollar, dürfte es zu einer Richtungsentscheidung am EMA20 bei aktuell 2.105 US-Dollar kommen. Findet der Kurs des größten Altcoins hier keinen Halt, droht sich der Abverkauf bis an den Supertrend bei 1.995 US-Dollar auszuweiten. Zeigt sich der Kurs auch hier weiter schwach, dürfte die Verkäuferseite alles daran setzen, das Monatstief bei 1.909 US-Dollar anzuvisieren. Dieser Supportmarke muss zwingend verteidigt werden.
Ansonsten droht sich der Abgabedruck nochmals zu verstärken und Ethereum könnte bis in den orangen Unterstützungsbereich zwischen 1.826 US-Dollar und dem Jahrestief bei 1.750 US-Dollar wegbrechen. Hier muss das Käuferlager zur Stelle sein und einen Doppelboden ausbilden. Bleibt eine nachhaltige Gegenwehr aus, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Korrekturausweitung bis an die 1.668 US-Dollar weiter zu. Dieses Chartniveau fungierte am 22. April 2025 als Start der Kursrallye im letzten Handelsjahr.
Tendiert der Ether-Kurs auch hier weiter schwach, ist eine Korrekturfortsetzung bis in die grüne Unterstützungszone zwischen 1.562 US-Dollar und 1.470 US-Dollar vorstellbar. Dieser Chartbereich war im Vorjahr stark umkämpft und konnte von den Bullen per Tagesschlusskurs verteidigt werden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Ethereum wie 2025 bis in die hellblaue Supportzone zwischen 1.416 US-Dollar und 1.371 US-Dollar spiked, bevor das Käuferlager eine größere Erholungsbewegung initiieren dürfte.
Ethereum: Der Blick auf die Indikatoren
Leichte bearishe Divergenzen auf 1-Stundenbasis signalisieren eine leichte Ermüdung der Bären. Da der RSI im Tageschart in den letzten Tagen jedoch ein frisches Kaufsignal ausbilden konnte und mit einem Wert von 63 noch Platz für weitere Kurszuwächse bietet, ist aus Indikatorensicht eher mit einer bullishen Trendfortsetzung zu planen. Auf Wochensicht scheint der RSI-Indikator seinen 14-Wochendurchschnitt ebenfalls durchbrechen zu können und tendiert aktuell zurück in Richtung neutraler Zone, was den Abgabedruck vorerst weiter reduzieren dürfte.
Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.
Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.
USD/EUR-Kurs zu Redaktionsschluss: 0,86 Euro.
