Neue Pläne 

China setzt auf Blockchain-Technologie: Gibt es eine Chance für Bitcoin?

China stellt neue Pläne für ein nationales Blockchain-Netz vor. Könnte sich damit auch die Haltung gegenüber Bitcoin ändern?

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Xi Jinping

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist in China seit einigen Jahren verboten

China will ein landesweites Blockchain-Netzwerk aufbauen und damit die Digitalisierung seiner Wirtschaft weiter vorantreiben. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei und der Staatsrat veröffentlichten einen entsprechenden Wirtschaftsplan, der insgesamt 19 Maßnahmen umfasst. Die neue Infrastruktur soll vor allem traditionelle Industrien mit digitalen Technologien verbinden und den Datenaustausch innerhalb des Landes verbessern.

Die chinesische Regierung verfolgt damit weiterhin einen klaren Kurs, bei dem die Blockchain-Technologie gefördert wird, ohne den Handel mit Kryptowährungen wieder zu erlauben. Im selben Wirtschaftsplan warnen die Behörden davor, spekulative Blasen entstehen zu lassen und die reale Wirtschaft zugunsten virtueller Geschäftsmodelle zu vernachlässigen. Ob das geplante Netzwerk langfristig auch für Bitcoin geöffnet werden könnte, geht aus den bisherigen Ankündigungen nicht hervor.

Bitcoin bleibt von Chinas Blockchain-Plänen ausgeschlossen

Ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens ist der Ausbau der landesweiten Recheninfrastruktur, über die Daten künftig effizienter verarbeitet werden sollen. Dafür unterstützt Peking das bereits bestehende Programm “East Data, West Computing”, bei dem Informationen aus den wirtschaftsstarken Städten im Osten an Rechenzentren im Westen übertragen werden. Zusätzlich sollen neue Vorschriften festlegen, wem digitale Daten gehören und unter welchen Bedingungen diese gehandelt werden dürfen.

China verfügt bereits seit April 2020 über ein staatlich unterstütztes Blockchain-Netzwerk namens Blockchain-based Service Network (BSN). Die Infrastruktur wurde geschaffen, um Unternehmen die Entwicklung entsprechender Anwendungen zu erleichtern, erlaubt nach Angaben des DigiChina-Projekts der Stanford-Universität allerdings keine unabhängigen Kryptowährungen wie Bitcoin. Ob das neue nationale Netzwerk auf dem bestehenden System aufbauen oder eine eigenständige Infrastruktur erhalten soll, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Am Verbot des Handels mit Kryptowährungen auf dem chinesischen Festland ändert die Ankündigung vorerst nichts. Erst im Februar hatten die chinesische Zentralbank und sieben weitere Behörden die bestehenden Beschränkungen erneut bestätigt. Statt privaten Kryptowährungen setzt Peking auf den digitalen Yuan, dessen Weiterentwicklung die Zentralbank im August in ihrem neuen Fünfjahresplan angekündigt hatte. Die staatliche Digitalwährung soll schrittweise ausgebaut werden und bleibt damit ein zentraler Bestandteil der chinesischen Finanzpolitik.

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