Der Vermögensverwalter BlackRock hält Bitcoin nach wie vor für ein geeignetes Asset zur Portfoliodiversifizierung. Das stellt das Unternehmen in einem aktuellen Bericht klar. Demnach hätte eine kleine Bitcoin-Beimischung zwischen einem und zwei Prozent die risikobereinigte Rendite eines klassischen Wertpapierdepots in den vergangenen zehn Jahren verbessert.
Ihre Annahmen stützt BlackRock – die den größten Bitcoin-ETF der Welt verwalten – auf eine Rückrechnung historischer Kurse. Als Maßstab orientierte sich der Vermögensverwalter am klassischen 60/40-Portfolio (Aktien und Anleihen). Beim Aktienanteil nahmen die Autoren des Berichts ein bis zwei Prozent heraus, und ersetzten ihn durch Bitcoin.
Das Ergebnis: mehr Ertrag bei kaum mehr Risiko. Die Analyse weist für die Bitcoin-Varianten eine Mehrrendite gegenüber dem reinen 60/40-Depot aus, und zwar 0,95 Prozentpunkte pro Jahr bei einem Prozent Bitcoin und 1,85 Prozentpunkte bei 2 Prozent.
BlackRock: Das sind die Gründe der Bitcoin-Schwäche
Ferner gingen die Autoren des Berichts auch auf die Gründe der aktuellen Bitcoin-Schwäche ein. Vom Allzeithoch im Oktober 2025 brach der Kurswert der Kryptowährung um etwa 50 Prozent ein. Maßgeblich dafür seien drei Entwicklungen gewesen, so BlackRock.
Auslöser des Abverkaufs sei damals ein überhebelter Markt gewesen. Laut Bericht lagen am 10. Oktober mehr als 90 Milliarden US-Dollar an offenen Futures-Positionen, mit teils 50- bis 125-fachem Hebel. Als die USA an jenem Tag zusätzliche Zölle gegen China ankündigten, fiel das Kartenhaus zusammen, so die Analyse.
Es folgten hohe Outflows, unter anderem aus den Bitcoin-ETFs. Das Geld sei laut BlackRock vor allem in KI-Werte geflossen und letztlich hätten auch Bitcoin-Verkäufe großer Marktteilnehmer wie etwa Strategy, den Kurs weiter gedrückt.

