Corda unterstützt XRP – R3 auf Versöhnungskurs mit Ripple?

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Es gab lange böses Blut zwischen dem Bankenkonsortium R3 und Ripple, der Erschafferin des „Banken Coin“ XRP. Eine neue Kooperation lässt durchscheinen, dass diese Zeit nun passé ist. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Hat die Stutenbissigkeit zwischen Ripple und R3 nun ein Ende? Die vom Bankenkonsortium R3 herausgegebene App Corda Settler unterstützt XRP als erste Kryptowährung. Das gab R3 am 5. Dezember in einer Pressemitteilung bekannt. Der Corda Settler ermöglicht die Abwicklung ausstehender Zahlungen über die Corda-„Blockchain“ von R3.

„Der Einsatz des Corda Settler und seine Unterstützung von XRP als ersten Abwicklungsmechanismus ist ein wichtiger Schritt, um zu zeigen, wie die mächtigen Ökosysteme, die von zwei der einflussreichsten Krypto- und Blockchain-Gemeinschaften der Welt gebaut werden, zusammenarbeiten können“,

bewirbt R3-CTO Richard Gendal Brown die Kooperation.

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?


Da es Ripple und R3 prinzipiell auf denselben Kundenkreis – Banken und Finanzdienstleistungsinstitute – ankommt, bietet sich eine Kooperation an. Dessen waren sich die beiden Unternehmen schon früher bewusst. Allein der erste Versuch einer Kooperation mündete in eine Milliardenklage von R3 gegen Ripple. R3 warf Ripple Vertragsbruch vor. Die beiden Unternehmen hatten im September 2016 einen Deal vereinbart, der unter anderem R3 die Befugnis erteilte, bis September 2019 zu jedem beliebigen Zeitpunkt insgesamt bis zu fünf Milliarden XRP zu einem Kurs von 0,0085 US-Dollar pro Einheit bei Ripple kaufen zu dürfen.

Daraufhin versuchte Ripple-CEO Brad Garlinghouse im Juni 2017, die Vereinbarung wieder aufzulösen. Eine einseitige Auflösung sei im Vertrag nicht vorgesehen, so die Argumentation von R3. Ripple hielt dagegen, dass R3 ihren Teil der Abmachung nicht eingehalten hätte. Angeblich hätte R3 es versäumt, Ripple bei der Gewinnung neuer Partnerbanken zu unterstützen. Ferner hätte R3 Ripple wissentlich verschwiegen, dass damalige R3-Mitglieder Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley angekündigt hatten, das Konsortium verlassen.

Zwei Jahre schwelte der Rechtsstreit, im September 2018 konnten beide Unternehmen ihre Streitigkeiten in einer außergerichtlichen Einigung beilegen. Dabei vereinbarte man über die Details zwar Stillschweigen; vermutlich haben jedoch der rasante Kursanstieg des XRP im Jahr 2018 sowie die Gerüchte über eine bevorstehende Pleite des R3-Konsortiums die Verhandlungen beschleunigt.

Den XRP-Kurs juckt das indes nicht: Bei einem aktuellen Stand von 0,34 US-Dollar weist er ein Tages-Minus von 4,2 Prozent auf.

BTC-ECHO


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