Marktupdate Bitcoin-Kurs erholt sich, Ethereum trotz Gebührenwahnsinn über 400 US-Dollar

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Ethereum und Bitcoin-Münzen

Quelle: Shutterstock

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Rekordgebühren bei Ethereum hindert DeFi vorerst nicht am wachsen. Auch Bitcoin erholt sich leicht, doch ein großer Miner-Verkauf ist am Horizont. Das Martktupdate.

Bitcoin-Kurs im Plus, Miner zum Verkauf bereit?


Nach einem kurfristigen Abrutschen kann sich der Bitcoin-Kurs wieder deutlich über den psychologischen Support bei 11.500 US-Dollar hieven und sich bis an 11.840 US-Dollar herantasten. Zur Zeit des Schreibens handelt BTC bei 11.7400 US-Dollar – im 24-Stunden-Vergleich ein bescheidenes Plus von 1,58 Prozent. Ob die Werbekampagne von Galaxy Digital in der Financial Times ihren Teil dazu beigetragen hat, weiß man nicht. Barry Silbert vom Bitcoin-Fonds-Manager Greyscale freut sich jedenfalls über die Aktion seiner Kollegen:

Große Anzeige für Bitcoin in der FT heute von Galaxy Digital. Gefällt mir sehr.

Möglicherweise steht dem Bitcoin-Kurs jedoch kurzfristig eine Delle bevor: Der Blockchain-Daten-Lieferant CryptoQuant hat eine massive Transaktion von Bitcoin auf die Exchange Binance registriert. Hinter der 800-BTC-schweren Einzahlung steckt der Mining Pool Poolin. Ein größerer Verkauf könnte folgen. Das Volumen wäre jedochn nicht groß genug, um den Bitcoin-Kurs ernsthaft zu beeinflussen. Doch könnte der Verkauf eine Signalwirkung auf andere Miner haben.

Ethereum knackt 400 US-Dollar

Deutlich wahrnehmbarere grüne Kerzen drucken die Charts unterdessen für Ethereum. Nachdem der Ether-Kurs nach anderthalbmonatigem Ringen mit der 400-US-Dollar-Marke schlapp zu machen drohte, wurde der scheinbar unüberwindliche Widerstand am heutigen 14. August endlich geknackt. Mit 422 US-Dollar weist der Ether-Kurs zu Redaktionsschluss ein kräftiges Tagesplus von 7,3 Prozent auf.

Das Gerangel mit 400-US-Dollar scheint vorerst ein Ende genommen zu haben

Und das, obwohl es aus dem Ethereum-Kosmos derzeit nicht nur Positives zu vermelden gibt. Vielmehr zerrt der anhaltende DeFi-Boom das Skalierungsproblem von Ethereum zunhemend ins Rampenlicht. Die täglich entrichteten Netzwerkgebühren haben dem Analysehaus Glassnode zufolge einen derzeit einen Rekordstand von über 17.500 Ether (umgerechnet derzeit etwa 7,3 Millionen US-Dollar) erreicht. Durchschnittlich werden pro Ethereum-Transaktion aktuell 6,6 US-Dollar an Gebühren bezahlt.

Nie waren Ethereum-Transaktionen teurer. Quelle: Bitinfocharts (Screenshot)

So kann Ethereum freilich keine nachhaltige Grundlage für DeFi bieten. Je länger Ethereum 2.0 mit seinen Skalierungslösungen auf sich warten lässt, desto besser die Chancen für die Konkurrenz, Ethereum den Rang als DeFi-Primus streitig zu machen.

DeFi auf Rekordjagd – über 5,2 Milliarden US-Dollar an hinterlegten Assets

Obwohl DeFi auf Ethereum derzeit ein kostspieliges Geschäft ist, verbucht der Sektor einen ungebrochen großen Zulauf an Geld. Laut Daten von DeFi Pulse sind derzeit digitale Assets im Gegenwert von über 5,2 Milliarden US-Dollar in DeFi-Ökosystemen hinterlegt.

Vor allem Aave konnte mit einem Kapitalzufluss von über 33 Prozent deutlich zulegen. In der Folge ist die Maker-Dominanz, zuletzt deutlich über 30 Prozent, auf 28 Prozent gefallen. Die dezentrale Exchange Curve Finance schließt mit einem explosionsartigen Wachstum von über 120 Prozent in die Top-5 der DeFi-Plattformen auf.

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