Gouverneur Bailey Bank of England soll über Digitalwährung nachdenken

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Bank of England

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Gouverneur Andrew Bailey zufolge zieht die Bank of England (BOE) mittelfristig die Einführung einer CBDC in Erwägung.

Am Montag verkündete Gouverneur Bailey vor seinen Studenten in einem Webinar, dass die BOE sich durchaus mit der Frage beschäftige eine eigene Digitalwährung zu kreieren. Das geht aus Informationen hervor, die dem US-amerikanischen Nachrichtendienst Bloomberg vorliegen.

Wir werden uns weiter damit befassen. Denn Digitalwährungen haben enorme Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Art und Weise der Zahlungen. Ich denke, in ein paar Jahren werden wir auf so eine Art von digitaler Währung zusteuern,

so Bailey gegenüber Bloomberg.

Die BOE ist besonders aufgrund Innovationen aus dem Privatsektor, wie Libra von Facebook, wettbewerbstechnisch herausgefordert. Damit steht die Notenbank keineswegs alleine da. Auch vonseiten der Europäischen Zentralbank war die Rede von Libra als „Weckruf für die Zentralbanken“.


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Bailey zufolge wird die Frage um digitale Währungen zukünftig „ein sehr großes Thema sein”. Und das würde gleichzeitig bedeuten, „dass Covid hinter uns liegen wird.”

Digitalwährungen zwingen über die Rolle des Geldes nachzudenken

Dieses Anliegen von Gouverneur Bailey kommt nicht überraschend. Schon Ende März berichtete BTC-ECHO, dass die Bank of England sich zur Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung positionierte. Laut Jon Cunliffe, Vizegouverneur der BOE, zwingen Digitalwährungen wie Libra, Zentralbanken, über die Rolle des Geldes in der Gesellschaft neu nachzudenken. Die Neubewertung des Geldes passiere generell etwa alle 100 bis 150 Jahre und dies stehe nun wieder bevor. Cuncliffe ist zuständig für die Finanzstabilität und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Aufstieg des Bitcoins und anderer virtueller Währungen.

Finanzstabilitätsrat fordert Bestimmungen für CBDC

Auch im Februar forderte Randal Quarles, der Vorsitzende des Finanzstabilitätsrates (FSB), die Länder der G-20 dazu dazu auf, die Entwicklung von gesetzlichen Bestimmungen für Digitalwährungen zu verschnellern. In einem Brief wies Quarles auf die rasante Innovationsgeschwindigkeit im Bereich der digitalen Zahlungen und Stable Coins hin. So schreibt er, dass „die Ausarbeitung entsprechender Regulierungs- und Überwachungsmaßnahmen beschleunigt werden muss“.

Der Vorsitzende fügte hinzu:

Da sich dieser Bereich ständig weiterentwickelt, gibt es immer neue Ansatzpunkte, auf die wir reagieren müssen. Der Finanzstabilitätsrat ruft deshalb eine Arbeitsgruppe ins Leben, die erörtert, was wir tun müssen und wie wir bestehende Maßnahmen anpassen können.

Am 23. Februar hat die G-20 ihrerseits eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es heißt, dass „globale Stablecoins […] geprüft und entsprechend behandelt werden müssen, ehe sie in Betrieb gehen“.


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