Noch nicht eingepreist? 

Peter Schiff warnt: Dann lässt der Iran-Krieg Bitcoin und die Finanzmärkte einbrechen

Noch konnte der Krieg im Mittleren Osten dem Bitcoin-Kurs nur wenig anhaben. Doch laut einem Ökonomen unterschätzen Krypto-Anleger die Gefahr.

Tobias Zander
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Peter Schiff gilt als Bitcoin-Kritiker und gestikuliert während eines öffentlichen Auftrittes

Beitragsbild: picture alliance

| Hält wenig von Bitcoin, viel von Gold: Peter Schiff

Die militärische Auseinandersetzung im Mittleren Osten geht heute in den zehnten Tag. Vorerst wurden Bitcoin und der Krypto-Markt kaum negativ beeinflusst, doch laut US-Ökonom Peter Schiff könnte sich das mittelfristig ändern. In einem neuen X-Post erklärt er seine Skepsis: “Die Anleger scheinen von einem kurzen und erfolgreichen Krieg auszugehen. Das wäre zwar das ideale Ergebnis, aber ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür für gering.” US-Präsident Donald Trump selbst sprach von einem vierwöchigen Krieg.

Schiff hatte die US-amerikanische Intervention im Iran zuletzt mehrfach kritisiert. Seine Prognose: Sobald die Märkte beginnen, ein pessimistischeres Ergebnis einzupreisen, würden “Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und der US-Dollar deutlich niedriger und Öl und Gold deutlich höher notieren.” In einem weiten X-Post meint der Edelmetallanhänger und Bitcoin-Skeptiker über den Krieg: “Die Kosten werden sich wahrscheinlich auf Hunderte von Milliarden belaufen und könnten 1 Billion US-Dollar übersteigen, was die ohnehin schon steigende Inflation in die Höhe schnellen lassen würde. Habt ihr Gold?”

Bitcoin, Gold, oder doch beides? Geopolitische Unruhe verunsichert Investoren

In den vergangenen Wochen hatte Peter Schiff aufgrund der Bitcoin-Kurskorrektur immer wieder über BTC-Hodlern gespottet – oder sie zum Verkauf aufgerufen. “Herzlichen Glückwunsch, dein Durchschnittspreis liegt wieder unter 76.000 US-Dollar, aber dein nicht realisierter Verlust wächst weiter”, reagierte er etwa auf den jüngsten Kauf von Michael Saylors Treasury-Firma MicroStrategy. Noch vor wenigen Wochen riet er Anlegern zudem: “Kauft nicht in den Bitcoin-Kollaps hinein. Verkauft, bevor der Kurs noch weiter fällt.”

Anders ordnet Finanzbuchautor Robert Kiyosaki die Situation ein, der sich ebenfalls kritisch über die Außenpolitik von Donald Trump äußerte. Nach dem jüngsten Goldpreisanstieg meint er: “Noch bessere Nachrichten sind, dass Silber und Bitcoin durchstarten werden”. Da jede abgefeuerte Rakete “zwischen einem halben und vier Pfund Silber” transportiere, könnte insbesondere der Silberpreis von einer länger anhaltenden militärischen Auseinandersetzung profitieren. Mehr über die finanziellen Konsequenzen erfahrt ihr in diesem Artikel: “Iran-Krieg: Das sind die Folgen für Bitcoin und Krypto“.

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