Eine unterschätzte Bedrohung? 

Michael Saylor warnt: Das ist “der größte Risikofaktor” für Bitcoin

Die Debatte um einen Quantencomputer-Angriff auf Bitcoin schlägt hohe Wellen. Doch der MicroStrategy-Gründer befürchtet etwas ganz anderes.

Tobias Zander
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Michael Saylor mit orangener Krawatte auf einer Bühne.

Beitragsbild: picture alliance

| Michael Saylor setzt offenbar auf "Bitcoin-Konservatismus"
  • 712.647 Bitcoin im Wert von 63 Milliarden US-Dollar sind es, die Strategy (ehemals: MicroStrategy) nach dem jüngsten BTC-Kauf in der Bilanz hält. Obwohl er daran glaubt, dass ein einzelner Coin langfristig Millionen wert sein könnte, warnt Permabulle Michael Saylor nun vor einer Gefahr für die Kryptowährung.
  • Doch es ist nicht die vieldiskutierte Quantenbedrohung, die den US-Unternehmer umtreibt. Erst kürzlich hatte er betont, dass auch das Bitcoin-Netzwerk nur mit Software laufe. Die Konsequenz: “Es wird ein Quanten-Upgrade geben. Es wird quantenresistente Verschlüsselungsbibliotheken geben, und es würde mich nicht überraschen, wenn diese dieselben sind wie in Android-Handys, iPhones und dem Microsoft-Netzwerk.”
  • Vielmehr könne der “Quantensprung” sogar das Beste sein, was Bitcoin je passiert ist, weil er eine massive Deflation auslösen würde. Im Gegensatz zu den Banken bräuchte das dezentrale Netzwerk für ein solches Upgrade aber eher 2 Jahre als 30 bis 90 Tage.
  • In einem neuen X-Post enthüllt Saylor nun: “Der größte Risikofaktor für Bitcoin sind ehrgeizige Opportunisten, die sich für Protokolländerungen einsetzen.” Wen genau er damit meint, ist unklar. Verschiedene Kommentatoren vermuten, dass sich die Kritik gegen Softwareentwickler richtet, die sich für nicht-monetäre Anwendungsfälle von Bitcoin einsetzen, wie etwa NFTs und On-Chain-Bilder in Blöcken.
  • Das Statement des Strategy-Gründers ruft nicht nur Sympathiebekundungen hervor. “Nein. Es ist kultureller Verfall, der von dir gefördert wird”, schreibt ein X-Nutzer. Dagegen meint ein anderer, dass das Hauptproblem “die Zentralisierung der Bitcoin-Verwahrung” sei, was Saylor mit seiner enormen BTC-Treasury aber nicht zugeben könne.
  • Obwohl Strategy die Anzahl der pro Aktie gehaltenen Bitcoin weiter erhöhte, scheinen Anleger von MSTR als Investment derzeit Abstand zu nehmen. Während die Krypto-Leitwährung auf Jahressicht knapp 13 Prozent im Minus handelt, liegt das bekannteste Treasury-Wertpapier fast 55 Prozent zurück.
  • Wenn ihr mehr über den spannenden Werdegang von Michael Saylor und die ungewöhnlichen Anfänge seines Unternehmens erfahren wollt, solltet ihr euch dieses BTC-ECHO Video anschauen:
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700.000 Bitcoin in einer Hand – Die Story von Michael Saylor

Quellen

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