Die Regulierung des Krypto-Markts in den USA könnte einen entscheidenden Schritt vorankommen. Laut Aussagen von Coinbase nähert sich der “CLARITY Act“ einer wichtigen Phase im Gesetzgebungsprozess. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Gesetz, das erstmals klare Zuständigkeiten und Regeln für digitale Assets schaffen soll.
Im Mittelpunkt steht aktuell vor allem ein Streitpunkt: die Frage, ob und in welcher Form Stablecoin-Anbieter Renditen an Nutzer weitergeben dürfen. Genau dieser Konflikt zwischen Banken und Krypto-Unternehmen hatte die Verhandlungen in den vergangenen Monaten immer wieder verzögert. Nun deuten Signale darauf hin, dass eine Einigung näher rückt.
Coinbase-Chefjurist Paul Grewal zeigte sich zuletzt optimistisch und sprach in einem Interview mit FOX News davon, dass ein Durchbruch bei diesem Thema kurzfristig möglich sei. Sollte dieser Streitpunkt gelöst werden, könnte das Gesetz deutlich schneller voranschreiten.
Krypto-Branche wartet auf klare Zuständigkeiten
In der nächsten Phase wird der Gesetzestext im Detail geprüft, verändert und final vorbereitet. Anschließend wäre eine Abstimmung im US-Senat möglich.
Nach einer möglichen Zustimmung im Senat müsste es mit der bereits verabschiedeten Version aus dem Repräsentantenhaus abgestimmt werden. Erst danach könnte es dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden.
Der CLARITY Act gilt als eines der wichtigsten Gesetzesvorhaben für die Krypto-Industrie in den USA. Ziel ist es, endlich festzulegen, welche Behörden (insbesondere SEC oder CFTC) für verschiedene Arten von Tokens zuständig sind.
Trotz der Fortschritte bleibt Unsicherheit. Politische Differenzen und Lobbyinteressen könnten den Prozess weiterhin verzögern. Damit bewegen sich die USA zunehmend in Richtung einer umfassenden Regulierung des Krypto-Markts, was potenziell weitreichende Folgen für Unternehmen wie Coinbase und die gesamte Branche haben könnte.
