Im Jahr 1974 kam es zu “zwei tiefgreifende Veränderungen für die Zukunft unserer Welt” – das schreibt Finanzbuchautor Robert Kiyosaki in einem neuen X-Post. Erstens wurde das sogenannte Petrodollar-System geschaffen und “der US-Dollar nun durch Öl” anstelle von Gold gedeckt. Zweitens kam es zur Verabschiedung des ERISA-Gesetzes, welches laut Kiyosaki die US-amerikanischen Staatsbürger zur Altersvorsorge über 401k und IRA-Pläne “ohne Garantien” motivierte. Seiner Einschätzung nach könnte sich nun eine große Erschütterung ereignen, denn “Millionen von Babyboomern werden bald feststellen, dass sie kein Einkommen mehr haben, sobald sie aufhören zu arbeiten”.
Als Grund für diese düstere Prognose nennt der “Rich Dad, Poor Dad”-Verfasser vor allem die geopolitische Lage und ihre Auswirkungen auf den Energiemarkt. Der Ölpreis steht aufgrund des Iran-Krieges stark unter Druck, sodass Brent bei 109 US-Dollar notiert, fast 70 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Da der Iran weitgehend vom US-Dollar und dem westlichen Finanzsystem ausgeschlossen ist, setzt das Land zunehmend auf alternative Zahlungswege wie den chinesischen Yuan und Stablecoins, mit denen Öltanker fortan eine Schiffsmaut für die Durchquerung der Straße von Hormus zahlen könnten.
Steigende Energiepreise wirken sich direkt auf die Lebenshaltungskosten aus und dürften laut Kiyosaki eine neue Belastungsprobe für ohnehin hoch verschuldete Volkswirtschaften darstellen. Die Kombination aus wieder anziehenden Inflationsraten und Rekordstaatsverschuldung interpretiert er daher als ein systemisches Risiko. Sogar einen “Weltkrieg um Öl” will der Finanzexperte nicht ausschließen.
In “echtem Geld” sparen für den Krisenschutz
Wenn es um die persönliche Vermögensabsicherung geht, bleibt Robert Kiyosaki bei seinem altbewährten Ratschlag: “Ich empfehle weiterhin, in echtem Geld zu sparen: Gold, Silber und Bitcoin” Außerdem solle man in seine persönliche Finanzbildung investieren. In den vergangenen Monaten hatte der Geschäftsmann immer wieder vor einem Crash an den traditionellen Finanzmärkten gewarnt.
Kritiker betrachten ihn als einen Untergangspropheten, der Halbwahrheiten auf Social Media verbreitet, um dadurch Aufmerksamkeit zu erzeugen und seine Produkte zu verkaufen. Warum er bei der Krypto-Leitwährung aber dennoch richtig liegen könnte, erfahrt in in diesem Artikel: “Bitcoin-Kurs: Ölpreis könnte überraschende Rallye auslösen“.
