- Die jährliche Inflation im Euroraum ging im Januar 2026 auf 1,7 Prozent zurück, wie aus der am heutigen Mittwoch von Eurostat veröffentlichten Schätzung hervorgeht. Im Dezember lag sie noch bei 2,0 Prozent, sodass es sich um einen relativen Rückgang der Inflationsrate um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat handelt.
- Im Hinblick auf die Hauptkomponenten der Inflation im Euroraum erwartet das statistische Amt der Europäischen Union, dass “Dienstleistungen“ im Januar die höchste jährliche Rate aufweist (3,2 Prozent, gegenüber 3,4 Prozent im Dezember), gefolgt von “Lebensmitteln, Alkohol und Tabak” (2,7 Prozent, gegenüber 2,5 Prozent im Dezember), “Industriegütern ohne Energie” (0,4 Prozent, gegenüber 0,3 Prozent im Dezember) und “Energie” (-4,1 Prozent, gegenüber -1,9 Prozent im Dezember).
- Zudem lag im Dezember die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euroraum bei 6,2 Prozent, ein Rückgang gegenüber 6,3 Prozent im November 2025. Die Arbeitslosenquote in der gesamten Europäischen Union lag im Dezember 2025 bei 5,9 Prozent, unverändert gegenüber November 2025 und Dezember 2024.
- In den wöchentlichen Finanz-News hatte BTC-ECHO bereits am Montag berichtet: “Sollte sich der Rückgang der Inflation bestätigen oder stärker ausfallen als erwartet, dürfte dies die Erwartung einer länger anhaltenden Zinspause der EZB untermauern.” In der Folge könnten europäische Aktienmärkte sowie Risiko-Assets wie Bitcoin und andere Kryptowährungen moderat profitieren.
- Zuletzt hatte die EZB den Leitzinssatz vier Mal in Folge unverändert belassen, wobei der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 Prozent und der Einlagensatz bei 2,0 Prozent verharrten. Aufgrund der sinkenden Inflationszahlen bietet sich für EZB-Chefin Christine Lagarde nun zwar mehr Spielraum, doch Marktteilnehmer gehen mit einer 92-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es morgen zu keiner Zinssenkung kommen wird.
- Sinkende Zinsen im Euroraum können Risiko-Assets kurzfristig stützen, für Bitcoin und den breiten Krypto-Markt bleibt jedoch weiterhin die US-Geldpolitik ausschlaggebend, da Liquidität, Kapitalströme und Preisfindung überwiegend vom Dollarraum und der Federal Reserve bestimmt werden.
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